Der US-Schauspieler Danny Masterson, bekannt aus der Serie Die wilden Siebziger, ist mit seiner Berufung gegen die Verurteilung wegen Vergewaltigung gescheitert. Ein aus drei Richtern bestehendes Berufungsgericht in Kalifornien bestätigte sowohl den Schuldspruch als auch das Strafmaß von 30 Jahren Haft. Die Entscheidung wurde in einer 89 Seiten langen Begründung veröffentlicht.
Masterson war im Jahr 2023 von Geschworenen dafür schuldig gesprochen worden, zwei Frauen im Jahr 2003 vergewaltigt zu haben. Der 50-Jährige hatte die Vorwürfe stets bestritten und im Prozess erklärt, die sexuellen Kontakte seien einvernehmlich gewesen.
Langes Verfahren
Die Ermittlungen gegen den Schauspieler begannen bereits 2017, drei Jahre später wurde er festgenommen. Zu den Klägerinnen zählte auch eine frühere Partnerin Mastersons. Die Frauen schilderten übereinstimmend, er habe sie in seinem Haus unter Drogen gesetzt und anschließend vergewaltigt.
Im Verfahren spielte auch die umstrittene Scientology-Organisation eine Rolle, die sich selbst als Kirche versteht. Masterson gehört ihr seit Jahren an; auch die Klägerinnen waren laut US-Medien zeitweise Mitglieder.
Die Verteidigung argumentierte im Berufungsverfahren unter anderem, Aussagen zu Scientology hätten vor Gericht nicht zugelassen werden dürfen. Außerdem warfen Mastersons Anwälte der damaligen Richterin Fehler bei der Leitung des Prozesses sowie Mängel bei den Ermittlungen vor. Das Gericht folgte dieser Darstellung nicht und erklärte, Masterson habe ein faires Verfahren erhalten.

Bekannt durch Die wilden Siebziger
Größere Bekanntheit erlangte Masterson durch seine Rolle als Steven Hyde in der Comedyserie Die wilden Siebziger, in der er von 1998 bis 2006 gemeinsam mit Ashton Kutcher und Mila Kunis spielte.
2011 heiratete er die Schauspielerin Bijou Phillips. Das Paar hat eine Tochter. Phillips reichte 2023 die Scheidung ein.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber