Sabitzer schießt Dortmund in letzter Minute ins Achtelfinale
Borussia Dortmund hat mit großer Mühe die nächste Runde im DFB-Pokal erreicht. Gegen Werder Bremen setzte sich der BVB im mit 81.365 Zuschauern ausverkauften Signal Iduna Park mit 3:2 (2:0) durch. Matchwinner war Marcel Sabitzer, der in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Freistoß sehenswert zum Sieg verwandelte.
Nach seinem späten Treffer wurde der Österreicher von den Dortmunder Fans besonders gefeiert. "Das ist einer der emotionalsten Momente im BVB-Trikot", sagte Sabitzer anschließend bei Sky. Mit dem Einzug ins Achtelfinale gelang dem BVB zugleich eine gelungene Generalprobe für das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend beim FC Bayern. Nach Abpfiff schallte es passend dazu von den Rängen: "Zieht den Bayern die Lederhosen aus."
Starker Beginn des BVB
Nur 18 Tage nach dem 2:2 im Bundesliga-Duell beider Traditionsclubs legte Dortmund los wie die Feuerwehr. Vor allem Maximilian Beier sorgte über die linke Seite immer wieder für Gefahr und stellte die Bremer Defensive früh vor Probleme. Nach einer Hereingabe des 24-Jährigen über Julian Ryerson vollendete Serhou Guirassy bereits in der 6. Minute per Direktabnahme zur Führung.
Werder stand tief und fand offensiv zunächst kaum statt. Dortmund blieb klar tonangebend und kam in der Anfangsphase sogar zu einem weiteren Treffer durch Guirassy, der nach einer Ecke einschob. Der Treffer wurde nach VAR-Prüfung wegen Abseits jedoch aberkannt (14.).
Chukwuemeka erhöht, Guirassy verpasst das 3:0
Der BVB ließ sich davon nicht beeindrucken und spielte weiter mutig nach vorn. Nach Vorarbeit von Jobe Bellingham traf Carney Chukwuemeka verdient zum 2:0 ins rechte untere Eck (17.). Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac erarbeitete sich weitere Möglichkeiten und blieb das klar bessere Team.
Bremen kam in der ersten Halbzeit nur vereinzelt durch Grüll (27./33.) zu kleineren Annäherungen, insgesamt aber zu harmlos. Dortmund hatte unter anderem durch einen Kopfball von Guirassy (38.) die Chance, den Vorsprung weiter auszubauen. Ein dritter Treffer wollte vor der Pause jedoch nicht mehr fallen.
Füllkrug bringt Werder zurück
Nach dem Wechsel verpassten es die Gastgeber, früh alles klarzumachen. Felix Nmecha (54.) und erneut Chukwuemeka (56.) ließen gute Gelegenheiten ungenutzt. Das sollte sich rächen.
Bremer Trainer Daniel Thioune reagierte auf den bis dahin schwachen Auftritt seiner Mannschaft und brachte unter anderem Niclas Füllkrug sowie Mitchell Weiser. Die Einwechslungen veränderten die Partie sofort.
Nach einem Foul an Mick Schmetgens verwandelte Füllkrug zunächst einen Strafstoß zum 1:2 (65.). Nur vier Minuten später setzte sich der Angreifer im Alleingang stark durch und erzielte den umjubelten Ausgleich zum 2:2 (69.). Kurz darauf hätte Werder die Partie beinahe komplett gedreht, doch Weiser vergab nach einem Konter knapp (75.). "Das tut sehr weh. Das Traurige im Pokal ist, dass es jetzt nicht weitergeht", sagte Weiser nach der Niederlage.
Sabitzer entscheidet das Spiel spät
Als vieles schon auf eine Verlängerung hindeutete, schlug Dortmund doch noch zu. In der dritten Minute der Nachspielzeit zirkelte Sabitzer einen Freistoß präzise ins Tor und sicherte dem BVB damit doch noch den Einzug ins Achtelfinale.
Für Dortmund ist es ein wichtiger Erfolg vor dem schweren Bundesliga-Gastspiel in München. Dank Sabitzers Last-Minute-Tor geht der BVB mit Rückenwind in das Topspiel gegen den FC Bayern.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber