Bayern

Unfassbar: Fast täglich neue Weltkriegsmunition

Kaum zu glauben: Kampfmittelräumer machten im letzten Jahr über 100 Tonnen Bomben und Munition unschädlich.

17.08.2026, 10:05 Uhr

Kampfmittel in Bayern weiter fast täglich entdeckt

Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Bayern noch immer beinahe täglich Blindgänger, Munition und andere Kampfmittel gefunden. Nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat der Kampfmittelräumdienst im vergangenen Jahr über 100 Tonnen Bomben, Granaten und Munition unschädlich gemacht. Das waren 13 Tonnen mehr als 2024. Für die Beseitigung fielen Kosten von knapp 1,9 Millionen Euro an.

Herrmann erklärte, besonders in Regionen, die im Krieg stark bombardiert wurden, müsse auch künftig mit solchen Funden gerechnet werden. Vor allem die Großstädte München, Nürnberg, Würzburg und Augsburg standen damals wegen ihrer Industrieanlagen und wichtigen Verkehrsanbindungen im Visier der Alliierten.

Zugleich mahnte der Minister zur Vorsicht: Wer verdächtige Gegenstände entdeckt, sollte sie auf keinen Fall berühren, sondern sofort die Polizei informieren. Eltern sollten zudem ihre Kinder über die Gefahren solcher Funde aufklären.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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