Wirtschaft

BMW legt mit neuem 7er-Flaggschiff los

Nach der BMW-Gewinnwarnung wächst die Unruhe: Kann ausgerechnet der neue 7er aus Dingolfing jetzt die Wende bringen?

01.07.2026, 15:24 Uhr

BMW startet Produktion des überarbeiteten 7ers in Dingolfing

BMW hat im Werk Dingolfing die Fertigung der neuen 7er-Reihe aufgenommen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die umfangreichste Modellpflege in der Firmengeschichte. Neben einem überarbeiteten Erscheinungsbild gehören dazu unter anderem leistungsfähigere Batterien, neue Displays für Beifahrer und Fond sowie eine besondere Lacktechnik.

Der Produktionsbeginn kommt kurz nach einer unerwarteten Gewinnwarnung. Erst vor zwei Wochen hatte BMW seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten angepasst.

Mix aus matt und glänzend

Im Dingolfinger Werk sind die Hoffnungen auf das neue Luxusmodell entsprechend groß. Wie ein Unternehmenssprecher erklärte, geht das Update des 7ers deutlich über optische Änderungen hinaus. Besonders ins Auge fällt die Kombination aus matten und glänzenden Lackflächen. Diese Gestaltung verlange viel handwerkliches Können, sagte Produktmanager Maximilian Huber. Damit wolle sich BMW auch von Wettbewerbern absetzen, insbesondere von Herstellern aus China.

Nach Unternehmensangaben neu in der Branche sind außerdem ein Bildschirm für den Beifahrer sowie ein besonders breites Display für die Passagiere im Fond. Auch technisch soll das Modell neue Maßstäbe setzen: Die vollelektrische Version kommt laut BMW auf mehr als 700 Kilometer Reichweite und lässt sich in 28 Minuten laden.

Am Standort Dingolfing arbeiten dem Unternehmen zufolge rund 18.000 Beschäftigte. Dort entstehen derzeit die Baureihen 7er, 5er, 4er und iX. Gegen Jahresende soll zudem eine neue Verbrenner-Version des 3er anlaufen. Die Lage des Werks bezeichnete ein Sprecher als stabil und solide.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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