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Hitzewelle: Bayerns größte Vogelstation vor Kollaps

Hitzeschock in Bayern: Größte Vogelstation stoppt Aufnahmen – jetzt müssen Privatleute retten. Diese Arten leiden besonders.

01.07.2026, 14:31 Uhr

Hitzewelle bringt Bayerns größte Vogelstation an ihre Grenzen

Die anhaltende extreme Hitze hat in der Vogelauffangstation im oberpfälzischen Regenstauf zu einer außergewöhnlichen Maßnahme geführt: Erstmals seit mehr als 30 Jahren können dort vorübergehend keine weiteren Tiere aufgenommen werden. Auch andere Einrichtungen dieser Art in Bayern stehen derzeit vor ähnlichen Problemen.

Nach Angaben des fachlichen Leiters Ferdinand Baer ist die Belastungsgrenze erreicht. Die Zahl der geschwächten und verletzten Vögel sei zuletzt so stark gestiegen, dass ein Aufnahmestopp nötig geworden sei, um die bereits versorgten Tiere weiterhin angemessen betreuen zu können. Die Mitarbeitenden seien praktisch pausenlos mit dem Füttern beschäftigt.

Besonders betroffen sind laut dem Naturschutzverband LBV Tierarten, die an Gebäuden oder in ihnen leben. Dazu zählen unter anderem Mauersegler, Haussperlinge, Mehlschwalben und Fledermäuse. Ihre Nist- und Ruheplätze unter Dächern, Vorsprüngen oder in Mauerspalten heizen sich bei hohen Temperaturen schnell auf. Vor allem für Jungtiere kann das lebensgefährlich werden, wenn sie ihre Verstecke nicht eigenständig verlassen können.

Jungvögel landen oft hilflos am Boden

Um der Hitze zu entkommen, springen viele Jungvögel aus ihren Nestern ins Freie. Liegen sie jedoch erst einmal am Boden, werden sie von den Elterntieren meist nicht weiter versorgt und sind auf menschliche Hilfe angewiesen.

Deshalb appelliert die Station an die Bevölkerung, gefundene Jungvögel nach Möglichkeit zunächst selbst zu betreuen. Zwar empfiehlt der LBV bei diesen Arten normalerweise, die Tiere rasch in erfahrene Hände oder in eine Auffangstation zu geben. Doch gerade die Pflege von Mauerseglern und Schwalben gilt als schwierig und fehleranfällig.

Weitere Hinweise zur Versorgung hilfsbedürftiger Wildvögel gibt es unter www.wildvogelhilfe.org.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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