Audi verzeichnet im dritten Quartal deutlichen Absatzrückgang
Audi hat im dritten Quartal spürbar weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Unternehmens gingen weltweit 314.905 Autos der Kernmarke an Kundinnen und Kunden. Das entspricht einem Rückgang von 19,7 Prozent. Damit hat sich die negative Entwicklung weiter verschärft, nachdem das Minus im zweiten Quartal noch bei etwa 8 Prozent gelegen hatte.
Von Januar bis September summieren sich die Auslieferungen auf 1,04 Millionen Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 11,4 Prozent. Positiv fällt lediglich auf, dass Audi in Deutschland und in Europa insgesamt nach den ersten neun Monaten leicht zulegen konnte.
Belastet wird die VW-Tochter vor allem durch den intensiven Wettbewerb und die schwache Nachfrage in China. Hinzu kommen die US-Zölle, die Audi stärker treffen als manche Konkurrenten, da der Hersteller im Gegensatz zu BMW keine eigene Fertigung in den Vereinigten Staaten betreibt. In den ersten neun Monaten brachen die Verkäufe in China um fast ein Viertel ein, in den USA um etwa ein Sechstel. Nach Unternehmensangaben wirken sich derzeit außerdem Modellwechsel bei den volumenstarken Baureihen A1 und Q2 bremsend aus.
Wie stark der seit Jahren anhaltende Rückgang ausfällt, zeigt auch der Blick auf ältere Zahlen: Im dritten Quartal 2023 hatte Audi noch knapp 480.000 Fahrzeuge der Kernmarke ausgeliefert – und damit rund die Hälfte mehr als aktuell.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber