Auffälliges Hengstfohlen aus Brandenburg begeistert Pferdefans
Ein außergewöhnlich gezeichnetes Hengstfohlen aus Fehrbellin in Brandenburg sorgt derzeit weit über die Region hinaus für Aufmerksamkeit. Der junge Tigerschecke namens J-Nimon K ist vor allem im Internet ein echter Publikumsliebling. Zusätzliche Bekanntheit bekam das Tier, als es bei einer Auktion in Wien für 75.000 Euro den Besitzer wechselte.
Seltene Zeichnung macht das Fohlen besonders
Für Züchter Steffen Krehl liegt der Reiz des Fohlens klar auf der Hand: seine ungewöhnliche Fellfarbe. Das Tier erinnere mit seinem Muster an einen Dalmatiner, ein Zebra oder sogar an eine Giraffe. Als Krehl das Fohlen zum ersten Mal im Gras liegen sah, habe er im ersten Moment sogar an einen kleinen Hund gedacht.
Staunen bei Besuchern und anderen Pferden
Nicht nur Pferdekenner reagieren verblüfft auf den jungen Hengst. Laut Krehl seien viele Menschen beim Anblick regelrecht sprachlos. Auch die anderen Pferde auf dem Hof hätten zunächst sehr neugierig geschaut, als wollten sie wissen, was da plötzlich vor ihnen steht.
Zuchterfolg mit etwas Glück
Dass J-Nimon K so markant gezeichnet ist, bezeichnet Krehl auch als glückliche Fügung. In der Zucht spiele neben Erfahrung eben auch Glück eine wichtige Rolle. Entscheidend für die Scheckung sei der Vater, der Hengst Genius aus den Niederlanden. Dieser sei wegen seines besonderen Fells bei Züchtern sehr gefragt. Krehl entdeckte ihn einst in einem Hengstkatalog und entschied sich, es mit ihm zu versuchen.

Farbe des Vaters setzt sich nicht immer durch
Dass das Fohlen tatsächlich die auffällige Zeichnung des Vaters geerbt hat, war keineswegs sicher. Nach Angaben des Züchters ist bei der Fellfarbe normalerweise ein Schimmel vorrangig, erst danach komme die Scheckung. Er kenne mehrere Fälle, in denen derselbe Zuchtversuch nicht zu einem gepunkteten Nachwuchs geführt habe. Stattdessen seien dort etwa Schimmel oder braune Fohlen geboren worden.
Zukunft möglicherweise in Dubai
Der etwa fünf Monate alte J-Nimon K bleibt nun noch einige Wochen bei seiner Mutter, bevor die beiden getrennt werden. Danach soll entschieden werden, ob das Fohlen direkt zu seinem neuen Besitzer nach Dubai reist oder zunächst auf einem europäischen Gestüt weiter aufwächst und ausgebildet wird.
Krehl ist überzeugt, dass es dem jungen Pferd gut gehen wird. Auch vom Wesen her bringe das Fohlen beste Voraussetzungen mit: Es sei mutig, nicht ängstlich und gehe immer neugierig voran.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber