Wirtschaft

Apple-Chef warnt: Diese Preise steigen jetzt

Jetzt trifft der KI-Boom auch Apple: Warum iPhone & Co. bald spürbar teurer werden könnten

18.06.2026, 01:17 Uhr

Apple kündigt wegen teurerer Speicherchips Preisaufschläge an

Apple stellt sich angesichts deutlich gestiegener Kosten für Speicherchips auf höhere Verkaufspreise ein. Konzernchef Tim Cook sagte dem Wall Street Journal, Preissteigerungen ließen sich leider nicht vermeiden. Hintergrund ist der anhaltende KI-Boom: Der massive Ausbau von Rechenzentren für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz sorgt seit Monaten dafür, dass die verfügbaren Produktionskapazitäten bei Speicherchips knapp sind und die Preise stark steigen.

Noch offen ist, ab wann die Anpassungen greifen, wie hoch sie ausfallen und welche Geräte konkret betroffen sein werden. Die nächste wichtige Produktpräsentation von Apple wird wie üblich im Herbst erwartet, wenn die neue iPhone-Generation vorgestellt wird. Derzeit kostet das iPhone 17 in Deutschland ab 949 Euro, das iPhone 17 Pro startet bei 1.299 Euro. Laut Bloomberg könnte Apple seine Produktreihe in diesem Jahr zudem um ein faltbares iPhone ergänzen.

Deutlich höhere Belastungen für den Konzern

Bislang konnte Apple die Preise für Verbraucher unter anderem dank langfristiger Liefervereinbarungen weitgehend stabil halten. Cook betonte jedoch, dass der Konzern zwar alles daran setze, die "enormen" Mehrkosten abzufedern und nicht an die Kundschaft weiterzugeben, dies auf Dauer aber nicht mehr tragbar sei. Bereits in den vergangenen Monaten hatte Apple angedeutet, dass die höheren Kosten für Speicherbauteile Maßnahmen erforderlich machen könnten.

Mit dieser Entwicklung steht Apple nicht allein da. Mehrere Hersteller von PCs und Spielkonsolen haben ihre Preise bereits angehoben. Auch andere große Elektronikunternehmen warnten zuletzt, dass die Verteuerung bei Speicherchips inzwischen ein Niveau erreicht habe, das sich ohne Preiserhöhungen kaum noch auffangen lasse.

Blick auf zusätzliche Bezugsquellen

Die Chipindustrie arbeitet zwar daran, ihre Produktionskapazitäten auszubauen, doch das dauert erfahrungsgemäß lange. Hinzu kommt, dass Hersteller womöglich vorrangig jene Speichertypen produzieren, die speziell für KI-Rechenzentren benötigt werden. In China gibt es inzwischen große, staatlich unterstützte Hersteller von Speicherchips. Für US-Firmen gelten bei einer Zusammenarbeit mit solchen Anbietern allerdings voraussichtlich strenge Vorgaben.

Auf die Frage, ob diese Regeln gelockert werden sollten, sagte Cook, aus seiner Sicht müsse man sämtliche Möglichkeiten prüfen. Entscheidend sei, das gesamte verfügbare Angebot im Blick zu behalten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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