Wirtschaft

400-Millionen-Deal? US-Justiz stoppt TikTok-Ermittlungen

Kinder-Daten illegal gesammelt? TikTok entgeht nach Besitzerwechsel und Millionen-Deal nun den US-Ermittlungen.

21.08.2026, 23:31 Uhr

Die Videoplattform TikTok beendet einen Rechtsstreit mit US-Behörden über den Umgang mit Daten Minderjähriger durch eine Zahlung von 400 Millionen US-Dollar. Ein Schuldeingeständnis ist mit der Einigung nicht verbunden, teilte das US-Justizministerium mit. Als Gründe für den Vergleich nannte die Behörde unter anderem den Eigentümerwechsel im US-Geschäft sowie überarbeitete Datenschutzregeln.

Das Ministerium hatte TikTok im Jahr 2024 noch unter Präsident Joe Biden verklagt. Im Zentrum der Vorwürfe stand, dass Kinder unter 13 Jahren auf der Plattform Konten hätten anlegen können, ohne dass ihre Eltern zugestimmt hätten. Nach Ansicht der Regierung verstieß TikTok damit gegen US-Vorschriften zum Schutz der Daten von Kindern.

Trumps Eingreifen sicherte TikToks Zukunft in den USA

In den USA gilt für große Online-Plattformen grundsätzlich ein Mindestalter von 13 Jahren. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Kinder bei der Registrierung ein falsches Geburtsdatum angeben. Kritiker werfen den Anbietern seit Langem vor, solche Umgehungen nicht konsequent genug zu unterbinden.

Unterdessen wurde das US-Geschäft von TikTok Anfang 2026 mehrheitlich an ein neues Unternehmen mit amerikanischen Investoren übertragen. Dieser Schritt, den Donald Trump vorangetrieben hatte, beendete eine monatelange Unsicherheit über die Zukunft der App in den Vereinigten Staaten. Grundlage war ein US-Gesetz, das den chinesischen Mutterkonzern Bytedance dazu verpflichtete, sich zumindest vom US-Geschäft zu trennen, damit TikTok dort weiter betrieben werden darf. Außerhalb der USA bleibt Bytedance weiterhin Eigentümer des Dienstes.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen