1&1 baut Mobilfunknetz nur schrittweise aus
Der Telekommunikationsanbieter 1&1 kommt beim Aufbau seines eigenen Handynetzes weiterhin nur langsam voran. Nach Unternehmensangaben aus Montabaur versorgten die firmeneigenen Antennen Ende März 29 Prozent der Haushalte in Deutschland. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als noch drei Monate zuvor. Bis zum Jahr 2030 muss 1&1 laut staatlicher Vorgabe allerdings mindestens die Hälfte aller Haushalte erreichen.
Die bisher errichteten Funkmasten stehen vor allem in Ballungsräumen und größeren Städten. Entsprechend klein ist bislang die tatsächlich abgedeckte Fläche. Nach Daten der Bundesnetzagentur lag die 5G-Flächenabdeckung von 1&1 im Dezember bei lediglich 1,9 Prozent, bei 4G waren es 1,8 Prozent.
1&1 ist nach Telekom, Vodafone und O2 der vierte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen hatte sich bereits 2019 erstmals eigene Frequenzen gesichert und dafür 1,1 Milliarden Euro bezahlt. Die ersten eigenen Mobilfunkantennen wurden dann Ende 2023 in Betrieb genommen.
Deutlich hinter den etablierten Anbietern
In Regionen ohne eigene Antennen nutzt 1&1 weiterhin das Netz von Vodafone. Dafür zahlt das Unternehmen entsprechende Nutzungsgebühren. Zum Jahreswechsel waren in Deutschland rund 2.000 1&1-Antennen aktiv. Für das laufende Jahr rechnet die Firma im Schnitt mit 300 zusätzlich aktivierten Standorten pro Quartal.
Der Abstand zur Konkurrenz bleibt dennoch groß: Vodafone betreibt etwa 28.000 Standorte, O2 rund 29.000, und die Telekom kommt auf mehr als 35.000.
Umsatz leicht höher, Gewinn deutlich gestiegen
Zusätzlich veröffentlichte 1&1 seine Zahlen für das erste Quartal. Demnach stieg der Umsatz um 1,1 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro. Der Gewinn legte deutlich zu und kletterte um fast zwei Drittel auf 17,8 Millionen Euro. Dazu trugen auch Abschreibungseffekte bei.
Die Zahl der Kundenverträge blieb mit 16,3 Millionen nahezu unverändert. Mehr als drei Viertel davon entfallen auf den Mobilfunk, der Rest auf Festnetz-Internetanschlüsse.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion