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Waldbrandgefahr jetzt fast auf Höchststufe

Waldbrand-Alarm in Bayern: Warnstufe 4 trifft viele Regionen – vor allem im Norden. Was jetzt sogar auf Privatgrundstücken gilt.

24.05.2026, 16:20 Uhr

Waldbrandgefahr in Bayern deutlich erhöht

In großen Teilen Bayerns ist die Waldbrandgefahr auf Stufe 4 und damit auf den zweithöchsten Wert gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist das Risiko vor allem im Nordwesten und in der Mitte des Freistaats hoch.

In Lohr am Main in Unterfranken hat die Stadt wegen der angespannten Lage bereits reagiert: Offenes Feuer ist dort vollständig untersagt. Das Verbot gilt auch auf privaten Grundstücken, lediglich Grills sind davon ausgenommen. Selbst Grablichter dürfen laut Kommune auf Wiesen sowie in der Nähe von Bäumen und Hecken nicht aufgestellt werden.

Für die Einschätzung der Waldbrandgefahr berücksichtigt der DWD unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag. Der entsprechende Index reicht von Stufe 1 für eine sehr geringe Gefahr bis Stufe 5 für eine sehr hohe Gefahr. Zur Wochenmitte könnte in einzelnen Regionen Bayerns sogar die höchste Warnstufe erreicht werden.

Sorge auch in den Chiemgauer Alpen

Angespannt ist die Lage auch am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen. Dort war Anfang Mai ein Feuer ausgebrochen, das nur mit großem Aufwand unter Kontrolle gebracht werden konnte. Wegen des steilen und schwer zugänglichen Geländes kamen unter anderem Löschhubschrauber zum Einsatz, zudem wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

Besonders problematisch waren dabei versteckte Glutnester, die sich im Inneren dicker Baumstämme, in Wurzelstöcken oder unter der Erdoberfläche halten können.

Ministerium gibt Hinweise zur Vorbeugung

Um Waldbrände zu verhindern, hat das Forstministerium erneut wichtige Regeln veröffentlicht. Demnach gilt von März bis Oktober ein Rauchverbot im Wald. Auch beim Autofahren sollen keine Zigarettenkippen aus dem Fenster geworfen werden.

Zudem sind offene Feuer im Wald und in Waldnähe verboten. Fahrzeuge sollten außerdem nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, weil ein heißer Katalysator dort leicht einen Brand auslösen kann.

Das Ministerium rät außerdem dazu, so zu parken, dass Feuerwehr und Rettungskräfte freie Zufahrt haben. Wer Rauch oder Flammen bemerkt, soll sofort den Notruf 112 wählen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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