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Main kocht: Jetzt gilt Warnstufe!

Alarm am Main: Das Wasser ist knapp und fast 27 Grad warm – warum jetzt Fische, Pflanzen und das ganze Ökosystem leiden.

11.08.2026, 12:42 Uhr

Die Regierung von Unterfranken hat wegen der angespannten Lage im Main einen Alarmplan für den gesamten Flussabschnitt von der hessischen Grenze bis nach Bamberg aktiviert. Grund sind die ungewöhnlich hohen Wassertemperaturen und der geringe Abfluss. Bereits zuvor hatte es eine Warnung für den Bereich zwischen der Landesgrenze zu Hessen und Würzburg gegeben, nun wurde sie flussaufwärts bis nach Oberfranken ausgeweitet.

Main erreicht rund 27 Grad

Im Raum Würzburg liegt die Temperatur des Mainwassers derzeit bei etwa 27 Grad. Nach Angaben der Bezirksregierung ist der Sauerstoffgehalt im Fluss zwar noch nicht kritisch. Das hänge auch damit zusammen, dass die starke Sonneneinstrahlung das Algenwachstum fördert und diese zusätzlichen Sauerstoff bilden. Trotzdem stellt die anhaltende Hitze ein erhebliches Risiko für Tiere, Pflanzen und damit das gesamte Ökosystem des Flusses dar.

Als besonders problematisch gilt die Kombination aus niedrigen Wasserständen und hohen Temperaturen. Einrichtungen, die Wasser direkt in den Main einleiten, etwa Kläranlagen oder Industriebetriebe, sollen deshalb auf die Situation Rücksicht nehmen und ihr Verhalten entsprechend anpassen.

Zusätzliche Wassermengen aus fränkischen Seen

Um den Main zu stützen, wird nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt derzeit Wasser aus dem Brombachsee und dem Rothsee in Mittelfranken in das Mainsystem umgeleitet. Dieses Wasser stammt ursprünglich aus dem Donaueinzugsgebiet und wird über die Wasserscheide weitergeleitet. Aktuell fließt pro Sekunde ein Kubikmeter aus dem Rothsee und acht Kubikmeter aus dem Brombachsee in Richtung Main. Das entspricht laut Landesamt einer täglichen Wassermenge von rund 0,78 Millionen Kubikmetern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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