Am Mittwochabend lässt sich über Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Wer das Ereignis verfolgen will, sollte jedoch unbedingt geeigneten Augenschutz verwenden. Kurz vor dem Himmelsereignis kann es allerdings schwierig werden, noch eine passende Sonnenfinsternis-Brille zu bekommen. Wo es noch Chancen gibt – und weshalb herkömmliche Sonnenbrillen nicht genügen.
Wo gibt es jetzt noch Sonnenfinsternis-Brillen?
Ein naheliegender Ansprechpartner sind Optiker. Nach Angaben des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) führen viele Fachgeschäfte entsprechende Schutzbrillen. Wegen der großen Nachfrage sind einzelne Bestände jedoch bereits erschöpft. Ob man kurzfristig noch fündig wird, hängt daher stark vom jeweiligen Geschäft und den vorhandenen Vorräten ab.
Der Verband rät dazu, direkt bei Optikbetrieben in der Umgebung nachzufragen. Das hat einen weiteren Vorteil: Wer bereits eine Brille besitzt oder eine neue kaufen möchte und unsicher ist, ob sie wirklich zur sicheren Sonnenbeobachtung taugt, kann sich dort beraten lassen.
Auch Planetarien und Sternwarten verteilen rund um den Beobachtungsabend teilweise Schutzbrillen. Außerdem sind sogenannte SoFi-Brillen im Handel erhältlich, etwa bei Elektronikmärkten, über Online-Plattformen wie Amazon, in Astro-Fachgeschäften oder bei Optikversendern wie Bresser. Bei Online-Bestellungen sollte man allerdings genau prüfen, ob die Lieferung noch rechtzeitig ankommt.
Warum ist spezieller Schutz nötig?
Selbst bei einer partiellen Sonnenfinsternis bleibt das Sonnenlicht stark genug, um die Netzhaut dauerhaft zu schädigen. Besonders problematisch ist, dass die Netzhaut keine Schmerzrezeptoren hat. Schäden werden deshalb oft erst bemerkt, wenn es bereits zu spät ist.
Sonnenfinsternis-Brillen besitzen eine spezielle Filterfolie, die nur einen winzigen Teil des Sonnenlichts durchlässt. Gewöhnliche Sonnenbrillen bieten diesen Schutz nicht und sind daher ungeeignet.
Wer keine passende Schutzbrille hat, sollte die Sonnenfinsternis nur indirekt betrachten, etwa mithilfe einer Lochkamera. Dabei wird das Bild der Sonne durch ein kleines Loch in einem Stück Karton auf eine helle Fläche projiziert.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber