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Klimakrise: Bauern drängen auf Soforthilfe

Dürre, Hitze, miese Ernten: Jetzt schlagen die Bauern Alarm – und werfen der Politik gefährliche Untätigkeit vor.

10.08.2026, 09:13 Uhr

Bauernverband drängt auf rasche politische Unterstützung wegen Dürre

Angesichts anhaltender Trockenheit, hoher Temperaturen und voraussichtlich schwächerer Ernten fordert der Deutsche Bauernverband deutlich mehr Hilfe von der Politik. Generalsekretärin Stefanie Sabet sagte im WDR-"Morgenecho", landwirtschaftliche Betriebe benötigten einen ganzen Werkzeugkasten, um sich wirksam an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Die Belastungen für die Höfe seien vielfältig, deshalb müsse die Bundesregierung stärker eingreifen.

Nach Ansicht Sabets braucht es außerdem mehr politische Beweglichkeit. Sie verwies auf Fortschritte bei der Züchtung, Maßnahmen zur besseren Sicherung des Wasserrückhalts in der Landschaft sowie ein stärkeres Risikomanagement. So könne verhindert werden, dass Betriebe zu stark unter finanziellen Druck geraten. Viele dieser Punkte seien bereits im Koalitionsvertrag festgehalten, umso unverständlicher sei es, dass die Bundesregierung in der aktuellen Lage aus Sicht des Verbands nicht entschlossen handele. Die wirtschaftliche Situation vieler Höfe sei angespannt und teils sogar existenzgefährdend.

Als konkrete Unterstützung nennt der Bauernverband eine Aufstockung eines EU-Programms zur Versorgung mit Düngemitteln durch zusätzliche nationale Gelder. In anderen Mitgliedstaaten werde dieses Vorgehen bereits praktiziert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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