Wetter

Heute Nacht wird’s heftig – Unwetter zieht auf

Nach der Gluthitze drohen jetzt heftige Unwetter: Gewitter rollen über Deutschland – mit Risiko für Fluten und Erdrutsche.

30.06.2026, 11:20 Uhr

Unwetter nach der Hitzewelle: DWD warnt vor heftigen Gewittern und Starkregen

Die extremen Temperaturen sind zwar vorerst vorbei, von angenehmem Wetter kann jedoch keine Rede sein. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) entstehen bereits ab Dienstagnachmittag in der schwül-warmen Luft über der Südosthälfte Deutschlands, ausgehend von den Mittelgebirgen, einzelne teils kräftige Gewitter. Dabei drohen Starkregen, Hagel, stürmische Böen und örtlich auch unwetterartige Entwicklungen.

Besonders kritisch dürfte die Lage in der Nacht werden. Vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen rechnen die Meteorologen mit einer erhöhten Unwettergefahr. Im Mittelpunkt steht dabei intensiver Starkregen.

Nach DWD-Prognosen können innerhalb kurzer Zeit 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Lokal seien sogar bis zu 80 Liter pro Quadratmeter möglich. Solche Mengen entsprechen in wenigen Stunden teils einer ganzen bis doppelten üblichen Monatsmenge. Dadurch kann es zu überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern, Hochwasser an kleineren Gewässern sowie vereinzelt zu Erdrutschen kommen. Auch auf den Straßen steigt die Gefahr von Aquaplaning deutlich.

Temperaturen gehen zurück

Im äußersten Norden werden Höchstwerte zwischen 20 und 25 Grad erwartet, im Südwesten sind noch einmal bis zu 32 Grad möglich. In der Nacht zum Mittwoch soll es von Südwesten her verbreitet Schauer und Gewitter geben. Besonders in der Mitte und im Süden sind erneut kräftige Gewitter mit starkem Regen und möglicher Unwetterlage vorhergesagt.

Unwetter in Bayern
Teils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen sind über Teile Bayerns hinweggezogen. Quelle: Fotoreport-DB/extremwetter.tv / Bernd März/dpa

Schon in der Nacht zum Dienstag hatten Gewitter mehrere Regionen getroffen, darunter Teile Süd- und Ostbayerns. In München begann das Unwetter am Montagabend gegen 20 Uhr mit Blitz und Donner, heftigem Regen und Hagel. Innerhalb weniger Minuten standen Straßen und Wege unter Wasser. Gleichzeitig sanken die zuvor hochsommerlichen Temperaturen von über 26 Grad spürbar ab.

Am Flughafen München zog das Gewitter nach Angaben eines Sprechers seitlich vorbei, sodass kein kompletter Stopp der Abfertigung notwendig war. Dennoch kam es zu Verspätungen und Flugausfällen. Hintergrund war, dass die Deutsche Flugsicherung den Betrieb wegen der Unwetter in vielen Regionen eingeschränkt hatte und zudem einzelne Airlines Flüge strichen.

Viele Blitze in Bayern und Sachsen

Der Montag war in Bayern bislang der Tag mit den meisten Blitzeinschlägen in diesem Jahr. Der Informationsdienst Aldis/Blids registrierte dort 2.577 Einschläge. In Sachsen war es sogar der blitzreichste Tag seit 2023, mit 1.553 erfassten Blitzen.

Nächte werden wieder kühler

Mit den Niederschlägen kommt zugleich die von vielen erhoffte Abkühlung. Für die Nacht zum Mittwoch erwarten die Meteorologen Tiefstwerte zwischen 19 und 12 Grad. Am kühlsten soll es im Westen werden.

Der Juni zählt nach vorläufigen DWD-Daten zu den wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,5 Grad war er demnach der zweitwärmste Juni überhaupt. Noch wärmer war bislang nur der Juni 2019 mit im Mittel 19,8 Grad.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen