Frankreich erlebt Rekordsommer mit extremer Hitze und Dürre
Frankreich hat den heißesten und sonnigsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1900 erlebt. Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes Météo France lagen die Höchsttemperaturen vielfach auf bislang unerreichten Niveaus und damit im Schnitt 4,8 Grad über den üblichen saisonalen Werten.
Insgesamt wurden 53 Hitzetage gezählt – mehr als je zuvor. Zum Vergleich: Im Sommer 2022 waren es 33 Tage. Gleichzeitig fiel rund 40 Prozent weniger Niederschlag als normalerweise. Landesweit herrschte eine außergewöhnliche Trockenheit, zudem wurden an den Küsten Meerestemperaturen gemessen, die in dieser Form bislang nicht beobachtet worden waren.
Brände in historischem Ausmaß
Die extremen Wetterbedingungen begünstigten auch zahlreiche Waldbrände von bisher unbekannter Größenordnung. Laut Météo France dürfte 2026 das Jahr mit der größten jemals registrierten verbrannten Fläche werden. Mehr als 100.000 Hektar Land wurden von den Feuern erfasst. Allein wegen schwerer Brände an der Atlantikküste mussten 224.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.
Wetterdienst verweist auf den Klimawandel
Météo France betonte, ein Sommer dieser Art sei ohne den Klimawandel nahezu nicht vorstellbar. Selbst unter den heutigen klimatischen Bedingungen bleibe ein solcher Verlauf jedoch außergewöhnlich. Ungewöhnlich heiße Phasen außerhalb der eigentlichen Sommermonate – etwa im Mai oder Anfang September – wertet der Wetterdienst als deutliches Signal des Klimawandels.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber