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«Timmy» ist zurück – doch dieser Schutz überrascht

Wal-Theater wird zum Überraschungshit: Hamburg setzt Zusatzshows an – doch wegen Drohungen wartet nun Security.

03.09.2026, 16:14 Uhr

Theaterstück über Ostsee-Wal sorgt für großes Echo – zusätzliche Vorstellungen unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen

Der Tod des Buckelwals in der Ostsee im Frühjahr hatte bundesweit viele Menschen berührt. Das Hamburger Ernst Deutsch Theater griff das Thema bereits Mitte Juli mit dem Stück „Timmy – die Hope stirbt zuletzt“ auf. Wegen der positiven Resonanz werden nun fünf weitere Aufführungen im September, Oktober und November angesetzt – allerdings mit besonderen Schutzmaßnahmen.

Drohungen gegen Darsteller

Nach Angaben des Theaters löste schon die Premiere starke Reaktionen aus. Wie eine Sprecherin des Hauses der Deutschen Presse-Agentur sagte, habe es sogar Drohungen gegen einen Schauspieler gegeben. Diese nehme man ernst. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über die Sicherheitsvorkehrungen berichtet.

Bei den kommenden Vorstellungen soll daher Sicherheitspersonal vor Ort sein und darauf achten, dass alles störungsfrei verläuft. Ziel sei es, einen reibungslosen Theaterabend zu gewährleisten, bei dem sich Publikum und Mitwirkende sicher fühlen.

Die nächsten Termine sind am 16. und 20. September. Diese Vorstellungen sowie die Aufführung am 11. Oktober sind bereits ausverkauft. Für den 1. Oktober und den 14. November sind noch Karten erhältlich.

Zwischen Performance, Konzert und Selbstbefragung

Die Autoren beschreiben das Werk als einen Abend über einen Wal – und zugleich über all die Bedeutungen, die Menschen in dieses Tier hineinprojiziert haben. Zur Uraufführung im Sommer bezeichneten sie das Stück als eine ungewöhnliche Verbindung aus Performance, Konzert, Messe und öffentlicher Selbstbefragung.

Auf der Bühne erzählen der Fernseh- und Theaterschauspieler Enrique Fiß („Großstadtrevier“) und Regisseur Alexander Klessinger die Geschichte des Buckelwals als moderne Passionsgeschichte. Dabei setzen sie sich nach eigener Darstellung auch mit der menschlichen Sehnsucht nach Sinn in einer überreizten Gegenwart auseinander.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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