EU stellt 13,5 Millionen Euro wegen drohendem El Niño für Afrika bereit
Die Europäische Union will Länder im östlichen und südlichen Afrika mit 13,5 Millionen Euro bei der Vorbereitung auf das Wetterphänomen El Niño unterstützen. Die Mittel sollen nach Angaben der EU-Kommission gezielt in besonders gefährdeten Regionen eingesetzt werden.
Für Somalia sind demnach sechs Millionen Euro vorgesehen. Damit sollen unter anderem Evakuierungsorte besser ausgestattet sowie Angebote in den Bereichen Gesundheit und Ernährung ausgebaut werden. Kenia erhält eine Million Euro, um die Vorsorge in besonders anfälligen Gebieten zu verbessern. Eine weitere Million Euro ist für Uganda bestimmt, wo laufende Hilfsmaßnahmen wegen der anhaltenden Ernährungsunsicherheit verstärkt werden sollen.
Für das südliche Afrika und die Region des Indischen Ozeans stellt die EU zudem 5,5 Millionen Euro für vorsorgliche und frühzeitige Hilfen bereit. Ziel ist es, mögliche Schäden und humanitäre Folgen möglichst früh abzufedern.
Die Vereinten Nationen warnen vor einem außergewöhnlich starken El Niño, der schwere Auswirkungen haben könnte. Das Klimaphänomen entsteht im Pazifik und tritt in der Regel alle zwei bis sieben Jahre auf. Zwar wird El Niño nicht direkt durch den Klimawandel ausgelöst, seine Folgen können durch die Erderwärmung jedoch zusätzlich verschärft werden.
Nach Daten des EU-Klimadienstes Copernicus erreichte die Oberflächentemperatur im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik im Oktober einen Rekordwert von 29,94 Grad Celsius. Damit lag sie deutlich über den Werten früherer starker El-Niño-Phasen, etwa 2015/2016 und 1997/1998.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber