Mainz 05 vor Bayern-Spiel unter Druck
Beim 1. FSV Mainz 05 herrscht nach zuletzt drei Niederlagen in Serie noch keine Panik, doch Trainer Urs Fischer sieht klaren Handlungsbedarf. Der Coach betonte, dass die Mannschaft die negative Entwicklung anerkennen und gemeinsam stoppen müsse. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Samstag (15.30 Uhr/Sky/DAZN) in der Bundesliga gegen Tabellenführer Bayern München – allerdings alles andere als eine leichte Aufgabe.
Fischer richtet den Blick auf das eigene Team
Trotz ordentlicher Auftritte gegen die Bayern in der Vergangenheit will Fischer den Fokus nicht auf den Gegner legen. Entscheidend sei vielmehr, dass Mainz wieder zu seinem eigenen Spiel finde. Für den Schweizer zählt vor allem, wie seine Mannschaft auftritt und was sie bereit ist, auf dem Platz zu investieren, um konkurrenzfähig zu sein.
Die positiven Szenen aus den vergangenen Duellen mit den Münchnern wurden intern noch einmal aufgearbeitet. Solche Bilder könnten helfen, wieder Vertrauen in die eigene Stärke zu entwickeln.
Rückkehr zu den Mainzer Grundtugenden gefordert
Die jüngsten Pleiten in Liga und Pokal innerhalb weniger Tage haben am Selbstvertrauen des Teams genagt. Große Erwartungen oder schnelle Wunderlösungen hat Fischer deshalb nicht. Vielmehr fordert er die bekannten Stärken zurück, die Mainz zuvor ausgezeichnet hatten.
Gemeint sind vor allem Laufbereitschaft, konsequentes Zweikampfverhalten, hohe Intensität, Aggressivität und die unangenehme Spielweise, für die Mainz oft steht. Genau diese Grundlagen habe seine Mannschaft zuletzt vermissen lassen.
Kleine Schritte aus der Krise
Fischer ist sich bewusst, dass in schwierigen Phasen die Unsicherheit wächst. Deshalb gehe es zunächst nicht um große Sprünge, sondern darum, die nötigen kleinen Schritte konsequent zu gehen. Besonders erfahrene und wichtige Spieler seien nun gefragt.
Dazu zählt auch Nadiem Amiri, der zuletzt nicht für die Nationalmannschaft berücksichtigt wurde. Fischer hofft, dass diese Enttäuschung zusätzliche Motivation freisetzt und der Mittelfeldspieler auf dem Platz Verantwortung übernimmt.
Änderungen in der Defensive nötig
Für das Heimspiel gegen Bayern muss Mainz zudem in der Abwehr umstellen. Stefan Posch und Philip Mwene fehlen gesperrt. Als mögliche Alternativen stehen der erfahrene Stefan Bell sowie Nachwuchsspieler Rael Nakuzola bereit.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber