Glatte Fahrbahnen und verschneite Wege: Für die bevorstehende Wintersaison kann der Freistaat Bayern bei Schnee und Eis auf rund 900 Fahrzeuge sowie 2.000 Beschäftigte der Staatsbauverwaltung zurückgreifen, um die Straßen sicher zu halten. Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) erklärte, Bayern sei auf den Winter gut vorbereitet.
Wie schon im vergangenen Jahr lagern nach seinen Angaben etwa 400.000 Tonnen Streusalz in den Depots. Sollte der Winter besonders streng ausfallen, könne zusätzlich Salz aus heimischen Reserven beschafft werden. Damit bleibe Bayern unabhängig von Importen aus dem Ausland. Für die Wintersaison 2025/2026 wurden laut Ministerium knapp 21 Millionen Euro für Streusalz ausgegeben.
In Niederbayern kommt erneut Gurken-Salzwasser zum Einsatz
In Niederbayern setzt der Winterdienst auch diesmal wieder auf eine besondere Lösung: Im Raum Dingolfing wird Salzwasser, das als Restprodukt bei der Herstellung von Gewürzgurken anfällt, aufbereitet und anschließend von den Straßenmeistereien genutzt. Nach Angaben des Verkehrsministeriums lassen sich dadurch jedes Jahr etwa 100 Tonnen Salz und 800.000 Liter Wasser einsparen.
Zusätzlich läuft dort bereits den dritten Winter in Folge ein Pilotversuch mit einem Elektro-Lkw. Dabei wird geprüft, ob das Fahrzeug den hohen Anforderungen im Winterdiensteinsatz dauerhaft gewachsen ist.
Die insgesamt 64 Straßenmeistereien in Bayern betreuen ein Streckennetz von rund 20.000 Kilometern an Bundes- und Staatsstraßen. Neben mehr als 300 staatlichen Winterdienstfahrzeugen werden außerdem etwa 600 Lastwagen eingesetzt, die von privaten Unternehmen betrieben werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber