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Donau trocken: In Serbien tauchen Nazi-Wracks auf

Hitzewelle enthüllt auf der Donau über 200 versunkene Schiffe – bei Niedrigwasser tauchen plötzlich alte Relikte auf.

04.08.2026, 15:56 Uhr

Niedrigwasser der Donau legt bei Prahovo Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg frei

Der ungewöhnlich niedrige Pegel der Donau hat in Serbien erneut mehrere Wracks deutscher Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar gemacht. In der Nähe des Flusshafens Prahovo kletterten Neugierige laut serbischen Medienberichten auf den stark verwitterten Überresten der einstigen Nazi-Flotte. Schon in früheren Jahren waren die Schiffe in besonders heißen Sommern zeitweise zum Vorschein gekommen.

Dass sich gerade in diesem Donauabschnitt so viele Wracks befinden, hängt mit den Ereignissen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zusammen. Die Stelle liegt unweit des sogenannten Eisernen Tors, einer engen Donauschlucht an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien.

Damals versenkte die deutsche Marine dort Teile ihrer Schwarzmeerflotte selbst. Der Verband befand sich auf dem Rückzug und wurde von der sowjetischen Donaumilitärflottille verfolgt. Mit der Versenkung von rund 200 Schiffen sollte der Fluss für die sowjetischen Einheiten blockiert werden.

Für die heutige Schifffahrt auf der Donau stellen die Wracks bei niedrigem Wasserstand weiterhin ein erhebliches Risiko dar. Deshalb unterstützt die Europäische Union ein Programm zur schrittweisen Bergung besonders problematisch gelegener Schiffe. Nach Angaben der Website des staatlichen serbischen Fernsehens RTS waren von 21 vorgesehenen Wracks bis April dieses Jahres bereits sieben geborgen worden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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