Wetter

Wie in den Tropen: Darum ist Schwüle so quälend

Heiß, schwül, unerträglich – und der Schweiß trocknet einfach nicht? Der verblüffende Grund steckt in der Luft.

04.08.2026, 11:06 Uhr

Schwüle belastet derzeit viele Menschen in Deutschland

Nicht nur die Hitze macht derzeit vielen zu schaffen, sondern vor allem die drückende Schwüle. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Dienstag und Mittwoch stellenweise ein sehr starkes Schwülegefühl – die höchste Warnstufe.

Für diese Einschätzung betrachtet der DWD unter anderem die sogenannte Enthalpie. Dahinter steckt vereinfacht gesagt die Frage, wie gut Feuchtigkeit auf der Haut verdunsten kann. Genau dieser Verdunstungsprozess ist für den Körper wichtig, weil er dabei Wärme abgibt und sich so selbst kühlt.

Problematisch wird es, wenn sowohl die Temperaturen als auch die Luftfeuchtigkeit hoch sind. Dann produziert der Körper zwar Schweiß, um sich abzukühlen, doch dieser trocknet nur langsam. Laut DWD kann die natürliche Kühlung dadurch deutlich beeinträchtigt werden. Im schlimmsten Fall droht ein Wärmestau, der sogar in einem gefährlichen Hitzschlag enden kann.

Der Unterschied zeigt sich auch im Vergleich verschiedener Regionen: In sehr trockenen Gegenden, etwa in Wüsten, können 30 Grad oft erträglicher wirken. In tropischen Gebieten dagegen wird dieselbe Temperatur schnell zur Belastung, weil der Schweiß kaum verdunstet und der Körper ständig feucht bleibt.

Hinzu kommt: Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt auch die Bildung von Gewittern. Deshalb treten an schwülen Tagen häufig Unwetter auf. Der DWD warnt aktuell bereits vor teils kräftigen Gewittern mit Unwetterpotenzial.

Regen und Gewitter über Brandenburg
Schwüles Wetter geht in Deutschland auch oft mit Gewittern einher. (Archivbild) Quelle: Cevin Dettlaff/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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