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Weimers «Popmusik-Gipfel»: Am Ende nur Worte?

Fairere Streaming-Gagen für Musiker? Weimer ringt seit Monaten – heraus kam beim Gipfel vor allem eins: weiteres Gerede.

08.07.2026, 17:18 Uhr

Nur begrenzte Fortschritte bei Weimers Streaming-Initiative

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kommt mit seinem Vorstoß für eine fairere Bezahlung von Musikerinnen und Musikern durch Streamingplattformen bislang nur langsam voran. Ein Popmusik-Gipfel im Kanzleramt endete zunächst vor allem mit der Ankündigung einer "Zukunftsagenda" sowie der Einrichtung einer neuen Task Force.

In der gemeinsamen Erklärung heißt es, die Beteiligten wollten unter Federführung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) eigene Lösungen der Branche für aktuelle Probleme des Musikstreamings erarbeiten. Die Zukunftsagenda markiere demnach den Start dieses Prozesses.

Weimer fordert bessere Bedingungen für Kreative

Seit Dezember 2025 hatte Weimer bereits Künstler, Labels und Vertreter von Streamingdiensten zu drei Gesprächsrunden eingeladen. Anlass ist die anhaltende Kritik vieler Musikschaffender an den aus ihrer Sicht zu niedrigen Ausschüttungen etwa von Spotify, YouTube oder Amazon.

Weimer betonte, kreative Arbeit müsse sich auch in der digitalen Welt wirtschaftlich tragen. Die nun vereinbarte Zukunftsagenda solle einen geordneten Austausch über die Zukunft des Musikstreamings ermöglichen – vor allem mit Blick auf Vergütung und Transparenz. Sie sei als Auftakt für einen gemeinsamen Arbeitsprozess gedacht.

Umfrage zeigt große Unzufriedenheit

Nach Angaben der BKM äußerten sich in einer Befragung von 3.000 Musikerinnen und Musikern rund drei Viertel unzufrieden mit ihren Einnahmen aus dem Streaminggeschäft. Für das Jahr 2023 habe zudem gegolten, dass 75 Prozent der Umsätze auf nur 0,1 Prozent der Künstlerinnen und Künstler entfielen. 68 Prozent der Musikschaffenden hätten weniger als einen Euro Umsatz erzielt.

Mehrere Musikverbände hatten deshalb bereits im vergangenen Sommer eine Abgabe für Musikstreamingdienste ins Gespräch gebracht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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