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Nächster Prozess für Ochsenknecht

Hotel-Schulden trotz Geldbuße nicht erledigt: Warum dem Reality-Star in Österreich jetzt doch der nächste Prozess droht.

08.07.2026, 16:32 Uhr

Verfahren gegen Jimi Blue Ochsenknecht in Österreich wird neu aufgerollt

Jimi Blue Ochsenknecht muss sich wegen einer seit Jahren offenen Hotelrechnung erneut vor einem Gericht in Österreich verantworten. Wie das Landesgericht Innsbruck mitteilte, war eine Berufung der Staatsanwaltschaft gegen die bisherige Erledigung des Falls erfolgreich. Das Verfahren wird daher fortgesetzt, ein neuer Verhandlungstermin steht bislang nicht fest.

Im August 2025 hatte das Landesgericht die Sache zunächst vorläufig beendet. Der wegen schweren Betrugs angeklagte Schauspieler und Reality-TV-Darsteller wurde damals nicht verurteilt, musste jedoch 18.000 Euro zahlen.

Dabei handelte es sich um eine in Österreich mögliche Form der außerordentlichen Verfahrensbeendigung, die als Diversion bezeichnet wird. Die Staatsanwaltschaft akzeptierte diese Lösung jedoch nicht und bekam nun vor der nächsten Instanz recht.

Gericht zweifelt an ausreichender Verantwortungsübernahme

Das Oberlandesgericht Innsbruck kam zu dem Schluss, dass Ochsenknechts Angaben vor Gericht und die inzwischen erfolgte Wiedergutmachung des Schadens nicht ausreichten. Laut Mitteilung lasse sich daraus keine von echtem Unrechtsbewusstsein getragene Übernahme der Verantwortung ableiten.

Hintergrund ist ein Aufenthalt Ende 2021 in einem Vier-Sterne-Hotel in Tirol nahe der bayerischen Grenze, wo Ochsenknecht seinen 30. Geburtstag gefeiert hatte. Die Rechnung über knapp 14.000 Euro wurde erst im vergangenen Sommer beglichen, nachdem per Haftbefehl nach ihm gesucht worden war und es zu einer Festnahme kam. Vor Gericht erklärte der Schauspieler zwar, die Verantwortung zu übernehmen, legte jedoch kein formelles Geständnis ab.

Eine Stellungnahme seines deutschen Anwalts lag zunächst nicht vor. Sein bisheriger Verteidiger in Österreich erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dass er Ochsenknecht nicht mehr vertrete.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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