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Wegen Dobby? Wie Harry-Potter-Fans Strompläne kippen

Harry-Potter-Fans setzten ein Mega-Stromprojekt unter Druck – nur wegen Dobby. Warum Planer plötzlich umdenken mussten.

10.08.2026, 13:33 Uhr

Ein massiver Protest von Harry-Potter-Fans hat die Planung einer teuren Stromverbindung zwischen Großbritannien und Irland entscheidend verändert. Der Greenlink-Interkonnektor koppelt laut BBC seit 2025 das britische Stromnetz per Unterseekabel mit Irland. Die Leitung verläuft zwischen der irischen Grafschaft Wexford und Freshwater West im walisischen Pembrokeshire – genau dort, wo sich auch die bekannte Film-Gedenkstätte für den Hauselfen Dobby befindet.

Im Podcast „Energy Revolution“ berichtete Projektleiter Simon Ludlam, dass nach einem BBC-Interview über das Vorhaben plötzlich Hunderte Harry-Potter-Anhänger bei dem Team angerufen hätten. Der Grund: In einer frühen Planung sollte das Kabel ausgerechnet durch den Bereich der Dobby-Gedenkstätte geführt werden. Ein Mitarbeiter habe ihn damals darauf hingewiesen, dass die Beschwerdewelle „sehr, sehr ernst“ sei. Ludlam erinnerte sich, zunächst irritiert reagiert zu haben, weil es schließlich um eine erfundene Figur aus einer fiktiven Geschichte gehe.

Am Ende wurde die Trasse jedoch geändert. Das Kabel verläuft nun so, dass das Denkmal unberührt bleibt. Laut Ludlam habe das viele Menschen erleichtert, und das Projekt sei inzwischen erfolgreich umgesetzt worden. Greenlink ist seit Anfang 2025 in Betrieb.

Dobbys Grab ist für Fans ein besonderer Ort

Der freundliche Hauself zählt zu den beliebtesten Figuren der Harry-Potter-Welt. Deshalb reisen jedes Jahr zahlreiche Fans an die Küste von Freshwater West, wo die Beerdigungsszene des Charakters für die Filme gedreht wurde. Vor Ort lassen Besucherinnen und Besucher oft bemalte oder beschriftete Steine zurück, manchmal auch Socken – eine Anspielung auf Dobbys Geschichte. Im Potter-Universum erlangt ein Hauself seine Freiheit, wenn ihm sein Besitzer ein Kleidungsstück schenkt. Bei Dobby war es bekanntlich eine Socke.

Dass Fans um diesen Ort fürchten, ist nicht neu. Bereits 2022 wurde darüber diskutiert, ob die Grabstätte versetzt werden sollte. Die zuständige Organisation National Trust ließ damals online abstimmen. Das Ergebnis: Das symbolische Grab durfte an seinem Platz bleiben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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