Bestsellerautor David Safier setzt in seiner neuen Komödie nicht auf Kanzler Friedrich Merz als Hauptfigur, obwohl er zuvor mit den „Miss Merkel“-Krimis erfolgreich war. Stattdessen rückt er den CDU-Politiker Armin Laschet in den Mittelpunkt.
Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur erklärte Safier, dass Persönlichkeiten wie Merz oder auch der frühere Grünen-Vizekanzler Robert Habeck oft starke Ablehnung auf sich ziehen würden. Bei Laschet sei das anders: Er löse seiner Ansicht nach keine Wut aus.
Safier verbindet mit dem ehemaligen Kanzlerkandidaten vor allem Menschlichkeit. Laschet sei für ihn jemand, der zwar in der Geschichte die Welt rette, dies jedoch eher unbeabsichtigt tue. Entscheidend sei für den Autor, dass Laschet moralisch auf dem richtigen Weg sei und ein gutes Herz habe.
Laschet als Agentenfigur im Schloss Bellevue
Am Freitag, dem 19. Juni, erscheint Safiers neue James-Bond-Persiflage „00-Laschet“. Darin wird Laschet als neu gewählter Bundespräsident zum Topagenten, der eine finstere Verschwörung stoppen und damit die Welt retten muss.
Safier betonte außerdem, wie groß sein Respekt vor Politikerinnen und Politikern sei. Die körperlichen und seelischen Anforderungen solcher Spitzenämter seien enorm. Aus seiner Sicht sei nur ein kleiner Teil der Bevölkerung überhaupt für politische Führungspositionen geeignet.
Persönlich begegnet ist der 59-Jährige Laschet bislang noch nicht. Das könnte sich jedoch bald ändern: Für den 16. Juli ist eine Lesung in Aachen geplant, bei der Laschet als Gast angekündigt wurde. Ob er dort auch selbst auf der Bühne mitwirken wird, steht bislang noch nicht fest.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion