Bayern-Angreifer Luis Díaz hat Kolumbien im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt vor einem peinlichen Ausrutscher gegen WM-Neuling Usbekistan bewahrt. Beim 3:1 (1:0) leitete der 29-Jährige zunächst das 1:0 durch Daniel Muñoz in der 40. Minute ein und erzielte in der 65. Minute selbst den zweiten Treffer. Jaminton Campaz machte in der Nachspielzeit alles klar. Für Usbekistan hatte Abbosbek Fayzullaev zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen (60.).
Usbekistan hält stark dagegen
Der Debütant aus Zentralasien verabschiedete sich trotz der Niederlage mit einer beachtlichen Leistung. Vor 80.824 Zuschauern in dem ausverkauften Traditionsstadion musste die Mannschaft nicht nur gegen Kolumbien, sondern auch gegen die Stimmung auf den Rängen ankämpfen. Schon beim Betreten des Rasens wurden die Usbeken lautstark ausgepfiffen.
Beeindrucken ließ sich das Team davon zunächst jedoch kaum. Die Ansprache von Trainer Fabio Cannavaro, Weltmeister von 2006 mit Italien, schien Wirkung gezeigt zu haben. Der 52-Jährige hatte seinen Spielern mit auf den Weg gegeben, sie hätten nichts zu verlieren und sollten den Moment genießen.
Díaz sorgt für den Unterschied
Usbekistan verteidigte mutig mit einer weit aufgerückten Abwehr und ging engagiert in die Zweikämpfe. Respekt vor Namen wie James Rodríguez oder Luis Díaz war kaum zu erkennen. Die erste brenzlige Situation überstanden die Außenseiter in der 17. Minute, als ein Versuch von Jhon Arias nur im Außennetz landete.
Noch näher an der Führung war Kolumbien wenig später, als Díaz mit einem Linksschuss aus spitzem Winkel nur den Innenpfosten traf. Die Usbeken blieben dennoch konsequent bei ihrem Plan und verteidigten weiter diszipliniert.

Dann zeigte Díaz seine Klasse: Mit einem präzisen Pass über die Abwehr setzte er Muñoz in Szene, der den Ball sehenswert zur Führung ins Tor beförderte.
Ausgleich und schnelle Antwort
Dass ein 1:0 gegen diesen Gegner keine Vorentscheidung ist, zeigte sich nach der Pause. Trotz ihres starken Defensivspiels kamen die Usbeken immer wieder nach vorne. Nach einem Abschluss von Kapitän Eldor Shomurodov, den Torwart Camilo Vargas noch abwehren konnte, stand Fayzullaev richtig und köpfte zum Ausgleich ein.
Kolumbien antwortete jedoch prompt: Díaz stellte nach einem Konter die Führung wieder her. In der Schlussphase erhöhte Campaz und sicherte damit den letztlich klaren Erfolg.
Auch in der Gruppe K blieb es damit spannend: Portugal war zuvor gegen die Demokratische Republik Kongo nicht über ein 1:1 hinausgekommen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion