Prinz Harry hat erklärt, dass er den Streit mit seinem Vater König Charles III. und seinem Bruder Prinz William beenden möchte. Das sagte der 42-Jährige in einem Interview mit dem Magazin „GQ“.
Nach Harrys Worten üben die Spannungen innerhalb der britischen Königsfamilie auf viele Menschen eine besondere Anziehungskraft aus, weil sie Parallelen zu den eigenen familiären Erfahrungen erkennen. Konflikte unter Geschwistern oder zerbrochene Beziehungen zwischen Eltern und Kindern seien etwas, das ihm in Gesprächen immer wieder begegne.
Harry geht davon aus, dass manche Menschen sich von seiner Situation womöglich auch Anhaltspunkte erhoffen, wie sich eigene Familienprobleme lösen lassen. Andere hätten daran kein Interesse. Für ihn selbst stehe jedoch fest: Er wolle einen Weg zur Versöhnung finden. Angesichts dessen, was weltweit geschehe, sei Aussöhnung das Wichtigste.
Annäherung bislang ohne Durchbruch
Harry und seine Frau Herzogin Meghan hatten sich Anfang 2020 nach heftigen Auseinandersetzungen aus dem engeren Kreis der Royals zurückgezogen und lebten anschließend mehrere Jahre in Kalifornien.
Seither haben sich die Brüche innerhalb der Familie weiter vertieft. In einem viel beachteten Gespräch mit Oprah Winfrey sowie in einer Netflix-Dokumentation schilderten die beiden ihre Sicht der Dinge offen. Spätestens mit Harrys Autobiografie „Spare“ (deutscher Titel: „Reserve“), in der er mit William und weiteren Mitgliedern der Royal Family abrechnete, galt das Verhältnis als schwer belastet. Vor allem die Beziehung zu seinem Bruder soll stark beschädigt sein.
Erst im Spätsommer dieses Jahres kehrten der Herzog und die Herzogin von Sussex Berichten zufolge mit ihren Kindern, Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5), wieder nach Großbritannien zurück. Medienberichten zufolge könnte sich die Familie in die Cotswolds westlich von London orientiert haben. Trotz vereinzelter Hinweise auf eine Annäherung blieb eine erhoffte Versöhnung zwischen Harry und seinem Vater bislang jedoch aus.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber