Schweizer wegen mutmaßlichen Kryptobetrugs auf Menorca festgenommen
Auf der Baleareninsel Menorca hat die spanische Polizei einen Schweizer festgenommen, der von deutschen Ermittlungsbehörden gesucht wurde. Nach Angaben der Polizei erfolgte der Zugriff am Samstag im Hafen von Ciutadella, kurz bevor der Mann nach Mallorca weiterreisen wollte. Grundlage der Festnahme war ein Europäischer Haftbefehl, mit dem seine Auslieferung nach Deutschland beantragt wurde.
Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, in den Jahren 2020 und 2021 mehrere Menschen in Deutschland um insgesamt etwa 100.000 Euro gebracht zu haben. Laut Polizei soll er für eine Firma verantwortlich gewesen sein, die über eine Online-Plattform Geldanlagen in Kryptowährungen anbot. Dabei seien den Kunden wöchentliche Gewinne zwischen 0,5 und drei Prozent in Aussicht gestellt worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen bekamen die Anleger jedoch weder die versprochenen Erträge noch ihr eingesetztes Kapital zurück.
Der Festgenommene wurde inzwischen den Justizbehörden übergeben. Eine Richterin am Nationalen Gerichtshof in Madrid ordnete Untersuchungshaft an. Nähere Angaben zu den mutmaßlich Geschädigten sowie zur Identität des Mannes machten die Behörden bislang nicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber