Haakon VIII. spricht offen über die Trauer um seinen Vater
Norwegens neuer König Haakon VIII. hat bewegende Einblicke in die Zeit nach dem Tod seines Vaters Harald V. gegeben. Bei einem offiziellen Besuch in der Gemeinde Narvik sagte der 53-Jährige laut der Nachrichtenagentur NTB, wie sehr ihm der direkte Austausch mit seinem Vater fehle. Besonders schmerzlich sei für ihn, ihn nicht mehr anrufen zu können, wenn er Freude oder Sorgen mit ihm teilen wolle. Dabei wirkte Haakon den Berichten zufolge sichtbar ergriffen.
Nach dem Tod von König Harald V. Ende August war Haakon auf den Thron gefolgt. Der Termin in Narvik war demnach sein erster offizieller Besuch in einer norwegischen Kommune als Monarch. Rückblickend sprach er von ungewöhnlichen und intensiven Wochen. Auf die Rolle als König bereite man sich zwar lange vor, dennoch sei man darauf letztlich nie vollständig eingestellt.
Zugleich betonte Haakon, dass es ihn mit großem Stolz erfülle, Norwegen vertreten zu dürfen. Sein Vater habe zusammen mit Königin Sonja eine sehr starke Grundlage geschaffen, auf der sich nun weiter aufbauen lasse.
Auch Haralds Witwe Sonja spiele weiterhin eine wichtige Rolle für die Familie. Obwohl sie auf der Internetseite des Hofes nicht mehr offiziell als Teil des Königshauses geführt wird, sei sie für Haakon und seine Frau, Königin Mette-Marit, nach wie vor eine wertvolle Stütze. Zugleich sei es ihnen wichtig, auch Sonja beizustehen und sie in Zukunft bestmöglich zu unterstützen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber