Zverev ringt Bublik in Shanghai nieder und steht im Viertelfinale
Alexander Zverev hat beim Masters-1000-Turnier in Shanghai nach einem echten Kräftemessen das Viertelfinale erreicht. Der 29-Jährige setzte sich gegen den Kasachen Alexander Bublik trotz Beschwerden am Knöchel mit 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (7:1) durch.
Für Zverev steht zudem fest, dass er in den nächsten Wochen erstmals die Spitze der Tennis-Weltrangliste übernehmen wird. Sollte er das Turnier in Shanghai gewinnen, genügt ihm in zwei Wochen bereits der Einzug ins Halbfinale in Wien, um diesen Schritt perfekt zu machen. Nach dem Erfolg gegen Bublik bezeichnete Zverev die Aussicht auf Platz eins als etwas „sehr, sehr Besonderes“.
Derzeit wird das Ranking noch von Jannik Sinner angeführt. Der Südtiroler hat seine Saison wegen anhaltender Knieprobleme jedoch vorzeitig beendet und kann damit seine im Vorjahr gesammelten Punkte nicht verteidigen. Bei den Männern war bislang nur Boris Becker als Deutscher die Nummer eins der Welt. 1991 führte er das Ranking zweimal an, insgesamt allerdings nur für zwölf Wochen.
Ausgeglichenes Match von Beginn an
Die Partie gegen Bublik war von Anfang an eng. Beide Akteure ließen bei eigenem Service kaum Chancen zu. Zverev entschied den ersten Satz im Tiebreak für sich, obwohl er dort zwischenzeitlich unter Druck geraten war und mehrere Satzbälle abwehrte.
Im zweiten Durchgang steigerte sich Bublik, agierte auch in längeren Ballwechseln überzeugender und nutzte eine Schwächephase des Deutschen zum ersten Break des Matches.
Nächster Gegner ist de Minaur
Auch im dritten Satz lief Zverev zunächst einem Rückstand hinterher. Im weiteren Verlauf fand er aber wieder zu mehr Stabilität, hielt seine Aufschlagspiele sicher und dominierte schließlich den entscheidenden Tiebreak klar mit 7:1.
Ganz ohne Sorgen blieb der Erfolg jedoch nicht. Zverev hatte erneut mit seinem Knöchel zu kämpfen, nachdem er bereits in seinem ersten Match in Shanghai gegen Quentin Halys umgeknickt war. Im Viertelfinale trifft der Olympiasieger nun auf den Australier Alex de Minaur.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber