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Gehasste Herzogin! Meghan wird heute 45

Nie wirklich geliebt in Großbritannien: Warum Meghan auch Jahre nach dem Royals-Aus noch mit ihrem Ruf kämpft.

04.08.2026, 05:15 Uhr

Meghan bleibt eine der umstrittensten Ex-Royals

Für die einen war sie die schwierige Herzogin, für andere ein regelrechter Wirbelsturm. In britischen Boulevardarchiven finden sich seit Jahren abfällige Zuschreibungen über Herzogin Meghan. Dabei betonte die Ehefrau von Prinz Harry in einer Netflix-Dokumentation schon vor Jahren, sie habe alles versucht, um der königlichen Familie gerecht zu werden. Gereicht habe das dennoch nicht.

Vor mehr als sechs Jahren kehrten Harry und Meghan dem britischen Königshaus den Rücken. Der Schritt löste eines der prägendsten Zerwürfnisse der jüngeren Royal-Geschichte aus. Vor allem Meghan wird dieser Bruch in Großbritannien bis heute vielfach übelgenommen.

Kaum eine frühere Royal-Figur spaltet die Öffentlichkeit so stark wie sie: Während die einen ihren Rückzug als mutig bewerten, werfen andere ihr Inszenierung und mangelnde Glaubwürdigkeit vor.

Große Vorbehalte in Großbritannien

Begonnen hatte alles wie eine Bilderbuchromanze: 2017 machte Harry seine Verlobung mit der erfolgreichen Schauspielerin öffentlich, kurz darauf folgte die Hochzeit. 2019 kam Sohn Archie zur Welt. Doch schon Anfang 2020 kam der Bruch mit dem Königshaus. Inzwischen lebt das Paar mit Archie und Tochter Lilibet in den USA.

In Großbritannien machen viele Meghan für Harrys Rückzug aus dem Familienverbund verantwortlich. Besonders Boulevardmedien vertraten immer wieder die Ansicht, ohne sie hätte sich der jüngere Sohn von König Charles III. nie so weit von den Royals entfernt.

Zugleich wird Meghan oft nachgesagt, sie suche gezielt die Öffentlichkeit, beklage sich dann aber über das große Interesse an ihrer Person.

Promihochzeiten - Prinz Harry und Meghan Markle
Noch alles harmonisch: Die Hochzeit von Harry und Meghan. (Archivbild) Quelle: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

Außenseiterin in einem geschlossenen System

Die Psychologin und Autorin Martina Lackner sagte der Deutschen Presse-Agentur, Meghans öffentliches Image sei seit Jahren deutlich belastet. Dabei spiele auch Sexismus eine wichtige Rolle. Selbstbewusste und erfolgreiche Frauen würden häufig schärfer beurteilt als Männer mit vergleichbarem Verhalten, weil dies nicht dem traditionellen Frauenbild entspreche.

Hinzu komme Meghans besondere Ausgangslage: Sie war nicht nur die erste nicht weiße Frau im engen Kreis der Royals, sondern trat auch als Amerikanerin, Schauspielerin und geschiedene Frau in eine sehr traditionelle Institution ein. Nach Einschätzung Lackners blieb sie dadurch von Anfang an eine Außenseiterin – und ist es bis heute.

Zwischen Lifestyle-Marke und sozialem Einsatz

Seit dem sogenannten Megxit hat sich Meghan keineswegs aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Zwar wurde immer wieder spekuliert, ob sie zur Schauspielerei zurückkehrt – bekannt wurde sie vor allem durch die Serie Suits. Stattdessen präsentierte sie sich bei Netflix in der Koch- und Backsendung With Love, Meghan als moderne Gastgeberin mit Tipps für einen stilvollen Alltag.

Auch dieses Projekt brachte ihr nicht nur Zuspruch ein. Die britische Times beschrieb die Sendung als gekünstelt, selbstgefällig und übertrieben. Trotzdem erhielt das Format zuletzt eine Emmy-Nominierung.

Der Royal-Experte Craig Prescott von der Londoner Universität Royal Holloway meint allerdings, vieles von dem, was Meghan derzeit mache, richte sich ohnehin nicht in erster Linie an ein britisches Publikum.

Passend zu ihrem Lifestyle-Auftritt positioniert sich Meghan seit Längerem auch als Unternehmerin. Unter dem Label As ever, das sie nicht nur als Marke, sondern als Ausdruck von Zuneigung beschreibt, verkauft sie exklusive Produkte. Dazu gehören etwa Pralinen für 58 US-Dollar oder Lavendelhonig für 32 Dollar.

Daneben engagiert sie sich immer wieder für Frauen- und Mädchenrechte, unterstützt gemeinsam mit Harry soziale Projekte und warnt vor den Risiken sozialer Medien. Doch auch dort begegnet ihr viel Misstrauen. Schon eine kurze Suche nach ihrem Namen auf Plattformen wie TikTok führt zu einer Flut an Videos, in denen ihre Gestik, Mimik und Auftritte akribisch zerlegt werden.

Annäherung an das Königshaus?

An Aufmerksamkeit mangelt es Harry und Meghan seit ihrem Rückzug also nicht. Erst vor Kurzem sorgte ein Besuch des Paares mit Archie und Lilibet bei König Charles III. für neue Schlagzeilen. Für die Kinder war es nach Jahren das erste Treffen dieser Art mit ihrem Großvater; zuletzt hatten sie ihn 2022 gesehen.

Ob daraus eine echte Versöhnung entstehen könnte, bleibt offen. Laut Prescott gibt es offenbar zumindest eine Form von Kontakt zwischen dem Londoner Palast und dem in Kalifornien lebenden Paar. Eine baldige Aussöhnung innerhalb der Royals hält er jedoch weiterhin für sehr unwahrscheinlich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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