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Flammenalarm: Waldbrände in USA & Europa

Feueralarm rund um Athen – und das ist erst der Anfang: Auch in den Niederlanden und Washington eskaliert die Lage.

04.08.2026, 05:03 Uhr

Die Wald- und Buschbrände westlich von Athen sind nach tagelangem Dauereinsatz inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Eine vollständige Entwarnung gibt es aber nicht, weil sich aus versteckten Glutnestern jederzeit neue Feuer entwickeln können. Deutlich angespannter ist die Lage derzeit im US-Bundesstaat Washington und im Osten der Niederlande, wo ein Großbrand in einem Naturgebiet weiter unkontrolliert brennt.

Griechenland

Westlich von Athen hat sich die Lage vorerst spürbar entspannt. Hunderte Feuerwehrleute kämpften vier Nächte in Folge gegen die Flammen, inzwischen gilt der große Wald- und Buschbrand als weitgehend eingedämmt. Dennoch bleibt die Situation fragil.

Besonders kritisch sind nach Angaben der Feuerwehr die heißen Mittagsstunden. Steigende Temperaturen und sinkende Luftfeuchtigkeit können dazu führen, dass sich aus Glutnestern erneut Feuer bilden. Um solche Rückzündungen möglichst früh zu stoppen, sollen bis zu 30 Löschhubschrauber und -flugzeuge eingesetzt werden.

Eine große Herausforderung bleibt die enorme Ausdehnung des Brandgebiets. In den ersten Tagen hatten starke Winde die Flammen rasch über weite Flächen getrieben. Gleichzeitig war Luftunterstützung wegen der heftigen Böen zeitweise kaum möglich. Nun müssen viele verstreute Glutnester in teils schwer zugänglichem Gelände gelöscht werden.

An den Einsätzen sind rund 520 Feuerwehrleute beteiligt, darunter 46 Kräfte aus Frankreich und Rumänien. Hinzu kommen Hunderte Freiwillige. Das Militär unterstützt mit schwerem Räumgerät, um Schneisen zu schlagen und Wege in dicht bewachsenen Gebieten freizumachen.

Das Ausmaß der Schäden ist erheblich: Nach früheren Satellitenauswertungen des Wetterdienstes Meteo am Nationalen Observatorium Athen wurden mehr als 13.000 Hektar Wald, Buschland und landwirtschaftliche Flächen zerstört.

US-Bundesstaat Washington

Im Nordwesten der USA haben drei Großbrände ganze Wohngebiete verwüstet. In der Region um Spokane verglich ein Vertreter der Nationalgarde das Bild der Zerstörung mit einem Kriegsgebiet. Nach Behördenangaben wurden dort mehr als 700 Häuser und andere Gebäude vernichtet.

Verletzte oder Tote wurden zunächst nicht gemeldet. Im Bundesstaat brennen derzeit 17 größere Feuer auf einer Fläche von mehr als 100.000 Hektar. Rund 5.000 Einsatzkräfte sind im Kampf gegen die Flammen im Einsatz.

Allein im Raum Spokane wurden mehr als 65.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Das entspricht mehr als einem Drittel der Bevölkerung. Die Brandursache wird noch untersucht. Außerdem wurde ein 37-jähriger Mann festgenommen, gegen den der Verdacht der Brandstiftung besteht.

Niederlande

Im Osten der Niederlande ist ein Großbrand in einem Naturgebiet nahe der deutschen Grenze weiter nicht unter Kontrolle. Betroffen ist das Gebiet De Rosmolen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden sind rund 250 Feuerwehrleute im Einsatz, zusätzlich unterstützen erneut Löschhubschrauber der Armee.

Bislang sind gut 100 Hektar betroffen. Der Schwerpunkt liegt derzeit darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Feuer war am Montag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen.

Begünstigt durch Wind und hohe Temperaturen breiteten sich die Flammen rasch über die Baumkronen aus. Bereits zuvor war ein Campingplatz mit rund 300 Urlaubern vorsorglich geräumt worden. Anwohner wurden wegen der starken Rauchentwicklung aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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