FC Bayern soll Asienreise trotz PR-Terminen ernsthaft für die Vorbereitung nutzen
Trainer Vincent Kompany hat die Profis des FC Bayern München dazu aufgefordert, sich vom dichten Programm auf der Asientour nicht ablenken zu lassen. Zwar gehörten Werbeauftritte, Medientermine und Spiele im Ausland zu dieser Reise dazu, dennoch bleibe der sportliche Anspruch unverändert. Nach Kompanys Worten müsse die Mannschaft genauso konzentriert und professionell arbeiten wie in München oder an jedem anderen Ort.
Dritter Test: Erstmals gegen einen Erstligisten
Nach den bisherigen Vorbereitungsspielen gegen Wehen Wiesbaden, das die Münchner weitgehend ohne viele Profis bestritten und mit 1:2 verloren, sowie dem deutlichen 15:0 gegen Rottach-Egern wartet nun auf Jeju in Südkorea der bislang anspruchsvollste Gegner der Sommerphase. Am heutigen Tag trifft Bayern um 13.00 Uhr MESZ auf Jeju SK. Für die Partie werden etwa 25.000 Zuschauer in einem ausverkauften Stadion erwartet.
Kompany betonte, entscheidend sei vor allem die mentale Einstellung. Die Mannschaft müsse voll bei der Sache sein. Gleichzeitig sei ein solches Programm in der Saisonvorbereitung nichts Ungewöhnliches, sondern für viele Teams Alltag.
Kader wächst nur nach und nach zusammen
Der Bayern-Coach muss in diesen Tagen weiterhin mit einem unvollständigen Aufgebot arbeiten. Michael Olise, Dayot Upamecano und Englands Kapitän Harry Kane werden erst nach der Reise durch Südkorea und Hongkong zurückerwartet. Hinzu kommt, dass einige angeschlagene oder verletzte Spieler ebenfalls erst später wieder zur Mannschaft stoßen.

Kompany spricht von einem Puzzle
Für den Trainer ist die personelle Situation deshalb eine Herausforderung. Da jeder Spieler zu einem anderen Zeitpunkt zurückkehre und manche noch aus der Reha kämen, müsse das Trainerteam die Gruppe Stück für Stück zusammenfügen. Kompany zeigte sich dennoch optimistisch: Die nötige Spielpraxis und körperliche Verfassung werde sich das Team rechtzeitig erarbeiten. Das Ganze sei zwar wie ein Puzzle, aber keineswegs unlösbar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber