Florence Kasumba übernimmt Hauptrolle in „Der Teufel trägt Prada“ in Hamburg
Florence Kasumba wird in Hamburg zur gefürchteten Mode-Chefin: Die 49-jährige Schauspielerin spielt im Musical „Der Teufel trägt Prada“ die legendäre Chefredakteurin Miranda Priestly. Das teilte Stage Entertainment mit. Die Produktion mit Musik von Elton John soll ab Dezember im Stage Theater Neue Flora zu sehen sein. Dort läuft derzeit noch bis Ende Oktober „Tarzan“.
Kasumba sagte in Hamburg, sie freue sich sehr auf die Proben. Schon seit Längerem habe sie den Wunsch, wieder stärker im Musicalbereich zu arbeiten. Gesang und Tanz fehlten ihr sehr. Außerdem begeistere sie sich seit jeher für Mode. In dieser Rolle könne sie nun Schauspiel, Gesang, Tanz und Fashion ideal verbinden.
Rückkehr zu den Musical-Wurzeln
Die künstlerischen Anfänge Kasumbas liegen auf der Musicalbühne. Sie studierte Gesang, Tanz und Schauspiel, war 2002 in „Mamma Mia!“ zu sehen und erhielt 2003 die Titelrolle in „Aida“. Bereits damals wurde sie von Elton John ausgewählt. Auch bei der aktuellen Besetzung soll der Musiker erneut beteiligt gewesen sein.
Laut Mitteilung lobte Elton John Kasumba in höchsten Tönen: Für die Figur Miranda Priestly brauche es Autorität, Klugheit, Ausstrahlung und Stil – Eigenschaften, die Florence Kasumba allesamt mitbringe. Ihre Präsenz verändere einen Raum sofort, sobald sie ihn betrete.
Deutsche Fassung für Hamburg geplant
Die Lieder des Musicals werden in Hamburg auf Deutsch zu hören sein. Kasumba zeigte sich gespannt auf diese neue Bühnenfassung.

„Der Teufel trägt Prada“ läuft bereits erfolgreich im Londoner West End. Im Mittelpunkt steht die junge Journalistin Andy, die bei einem Modemagazin anfängt und unter der harten Führung ihrer Chefin Miranda Priestly arbeitet. Um deren extreme Erwartungen zu erfüllen, vernachlässigt Andy zunehmend ihr Privatleben und gerät immer tiefer in die glamouröse Welt der Mode, die sie ursprünglich ablehnte.
Nur teilweise Gemeinsamkeiten mit Miranda
Mit ihrer Bühnenfigur sieht Kasumba nur in Teilen Parallelen. Sie beschrieb sich selbst als sehr konzentriert und fokussiert bei der Arbeit. Dadurch wirke sie auf andere manchmal streng oder sogar einschüchternd. Wirklich autoritär sei sie jedoch nicht. Im Gegenteil: Mit sehr autoritären Menschen arbeite sie nach Möglichkeit lieber nicht zusammen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber