US-Schauspielerin Blake Lively und ihr Kollege Justin Baldoni haben ihren Streit um den gemeinsamen Film «Nur noch ein einziges Mal» zwar bereits im Mai außergerichtlich beendet. Ganz abgeschlossen ist die Sache aber noch nicht: Lively verlangt von Baldoni und dessen Firma Wayfarer Studios die Übernahme von Anwalts- und Verfahrenskosten in Höhe von rund acht Millionen US-Dollar (etwa sieben Millionen Euro). Das geht aus Gerichtsunterlagen in New York hervor.
Medien zufolge hat Baldonis Seite bis Mitte Juli Zeit, auf den Antrag zu reagieren. Über die endgültige Summe soll anschließend ein Richter entscheiden.
Heftiger Konflikt rund um den Film
Lively, bekannt aus «Gossip Girl» und mit Schauspieler Ryan Reynolds verheiratet, hatte Baldoni im Dezember 2024 wegen angeblicher sexueller Belästigung am Set angezeigt. In ihrer Klage warf sie ihm und Produzent Jamey Heath zudem vor, ihren Ruf schädigen zu wollen.
Baldoni, der durch «Jane the Virgin» bekannt wurde und bei dem Film auch Regie führte, wehrte sich mit einer Gegenklage. Diese richtete sich unter anderem gegen Lively und Reynolds wegen Verleumdung. Ein Richter hatte diese Klage jedoch bereits im vergangenen November abgewiesen.
Anfang April wurden zudem mehrere Punkte aus Livelys Klage fallengelassen, darunter auch Vorwürfe sexueller Belästigung. Von ursprünglich 13 Anklagepunkten blieben am Ende nur noch drei übrig, darunter Vertragsbruch, die in einem Prozess hätten verhandelt werden sollen.
Im Mai einigten sich beide Seiten schließlich außergerichtlich und beendeten damit den Rechtsstreit. Das Gericht räumte Lively jedoch ausdrücklich das Recht ein, eine Erstattung ihrer Anwaltskosten zu beantragen.

Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Colleen Hoover erzählt die Geschichte eines Paares, gespielt von Lively und Baldoni, das in einer von Missbrauch geprägten Beziehung lebt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber