Fitzek scheitert mit Neu-Einreichung seines Debütromans fast erneut
Psychothriller-Autor Sebastian Fitzek hat einen ungewöhnlichen Selbstversuch gestartet: Sein erster großer Erfolg, der Roman „Die Therapie“, wurde noch einmal anonymisiert an jene 15 Verlage geschickt, bei denen er das Manuskript bereits 2002 eingereicht hatte. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus.
Wie der 55-Jährige in der „NDR Talk Show“ in Hamburg berichtete, verschickte er das Buch unter neuem Titel und mit falschem Autorennamen. Aus „Die Therapie“ wurde demnach „Die Lüge des Delphins“, als Verfasser gab er das Pseudonym Milan Tarin an.
Die Resonanz blieb fast vollständig aus: Zwölf Verlage hätten sich bislang überhaupt nicht gemeldet, drei hätten geantwortet. Zwei größere Publikumsverlage hätten das Manuskript zwar geprüft, letztlich aber mitgeteilt, dass in ihrem Programm kein Platz dafür sei.
Die bemerkenswerteste Rückmeldung kam laut Fitzek von seinem eigenen Verlag. Dort habe man ihm geschrieben: „Sebastian, danke für den Joke.“
Der Roman „Die Therapie“ erschien schließlich 2006 bei Droemer Knaur und wurde Fitzeks erster Bestseller. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen das rätselhafte Verschwinden der zwölfjährigen Tochter eines bekannten Psychiaters sowie eine Frau, die von Wahnvorstellungen geplagt wird und immer wieder ein kleines Mädchen sieht, das kurz darauf spurlos verschwindet. Als der Psychiater beginnt, sie zu behandeln, entwickelt sich die Therapie zunehmend zu einem dramatischen Verhör.
2023 wurde der Stoff als sechsteilige Serie verfilmt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber