Zu Beginn des landesweiten Protesttags hat die Pariser Polizei nach eigenen Angaben bereits mehr als 1.200 Kontrollen an Bahnhöfen und in deren Umfeld vorgenommen. Ziel dieser vorbeugenden Maßnahmen sei es, mögliche Gewalttäter frühzeitig zu identifizieren und Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern, erklärte die Polizeipräfektur auf der Plattform X. Insbesondere solle unterbunden werden, dass Feuerwerkskörper, Messer oder andere verbotene gefährliche Gegenstände in die Demonstrationszüge gelangen.
Zusätzlich nutzt die Polizei nach Angaben der Präfektur auch aus der Luft alle verfügbaren Mittel, um die Sicherheit zu gewährleisten. Auf Grundlage einer Verordnung dürfen Kameradrohnen die Lage in der Hauptstadt erfassen und Bilder übermitteln.
Im ganzen Land sind rund 70.000 Einsatzkräfte mobilisiert, um schwere Krawalle und Plünderungen zu verhindern. Zu den Demonstrationen aufgerufen haben Gewerkschaften, Schüler- und Studierendenverbände sowie die Gelbwesten-Bewegung. Die Demonstrationszüge starten in der Regel am frühen Nachmittag. Die Behörden rechnen – ähnlich wie bereits bei den Kundgebungen am vergangenen Samstag – erneut mit mehreren Hunderttausend Teilnehmenden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber