Iran

Irans Führer droht: Jede Attacke wird hart erwidert

Alarm aus Teheran: Irans Führung gibt dem Militär freie Hand – und droht im nächsten Krieg weit über den Golf hinaus.

31.10.2026, 11:55 Uhr

Irans Revolutionsführer Modschtaba Chamenei hat die Streitkräfte des Landes angewiesen, auf jede Bedrohung sofort und wirksam zu reagieren. Nach übereinstimmenden Berichten iranischer Medien soll damit eine größtmögliche Abschreckung erreicht werden. Demnach gebe es dabei keine „geografischen Einschränkungen“.

Für den Fall eines Angriffs will Teheran selbst den Zeitpunkt und die Bedingungen für ein Ende der Auseinandersetzung bestimmen.

Neu hinzu kommt eine weitere Anweisung an das Militär: Die Zieldatenbank soll aktualisiert werden. Erfasst werden sollen demnach alle materiellen und immateriellen Vermögenswerte der USA und Israels, die sich in Reichweite der iranischen Streitkräfte befinden.

Chamenei verfügt als oberster Führer über die weitreichendsten verfassungsrechtlichen Befugnisse im Iran. Er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, legt die grundlegende Politik fest und kontrolliert zentrale staatliche Institutionen. Präsident und Regierung sind ihm in wesentlichen strategischen Fragen untergeordnet.

Zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge bei einem seltenen persönlichen Treffen mit dem Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, auch militärische Optionen im Iran erläutern lassen. Das wurde laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ als mögliches Signal gewertet, dass ein größerer Einsatz der US-Streitkräfte bevorstehen könnte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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