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Def Leppard zittert vor Wacken-Premiere

Fast 50 Jahre im Business – und jetzt erst Wacken! Warum Def Leppard plötzlich nervös werden, verrät Joe Elliott.

20.06.2026, 04:35 Uhr

Def Leppard fiebern Wacken-Premiere entgegen

Die britische Rockband Def Leppard freut sich auf ihren ersten Auftritt beim Wacken Open Air in diesem Sommer. Trotz jahrzehntelanger Bühnenerfahrung gehört für die Musiker vor dem Konzert am Donnerstag, 30. Juli, weiterhin eine Portion Nervosität dazu.

Sänger Joe Elliott sagte, wer vor einem Auftritt nicht aufgeregt sei, sei wohl kaum menschlich. Es könne schließlich immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Für das 35. Festivaljubiläum gibt die Gruppe damit ihr Debüt in der schleswig-holsteinischen Gemeinde, die jedes Jahr Fans aus aller Welt anzieht.

Joe Elliott: Def Leppard sind keine klassische Metal-Band

Für Elliott ist der erste Wacken-Auftritt nach fast fünf Jahrzehnten Bandgeschichte etwas Besonderes. Gerade weil die Gruppe dort noch nie gespielt habe und nicht genau wisse, wie sie beim Publikum ankomme, sei die Spannung groß. Sobald die Band jedoch auf der Bühne stehe, werde sie sich wieder ganz auf ihr Element konzentrieren.

Zunächst habe er sich gefragt, ob Def Leppard überhaupt zu einem Heavy-Metal-Festival passen. Musikalisch sehe er klare Unterschiede zu Bands wie Metallica. Es sei daher unpassend, beide in dieselbe Kategorie zu stecken. Def Leppard seien eindeutig keine Heavy-Metal-Band, betonte der 66-Jährige.

Allerdings ist Wacken schon seit Jahren nicht mehr allein klassischen Metal-Acts vorbehalten. In diesem Jahr stehen unter anderem auch Dieter "Maschine" Birr, Ex-Scorpions-Gitarrist Uli Jon Roth und die schwedische Rockband Europe auf dem Programm.

Rockband Def Leppard mit Lampenfieber vor Wacken-Premiere
Das Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air feiert in diesem Sommer sein 35. Jubiläum Quelle: Frank Molter/dpa

Rückkehr nach Dortmund nach mehr als vier Jahrzehnten

Schon am Dienstag, 23. Juni, spielt Def Leppard außerdem in der Dortmunder Westfalenhalle ihr einziges weiteres Deutschland-Konzert der laufenden Tour. Mit dem Veranstaltungsort verbindet Elliott besondere Erinnerungen: 1983 war die Band dort bei einem ZDF-Rockfestival zusammen mit Iron Maiden, den Scorpions, Ozzy Osbourne und weiteren Künstlern aufgetreten.

An diesen Abend erinnere er sich bis heute gern, sagte Elliott. Damals seien Def Leppard noch sehr jung gewesen und hätten gerade ihren ersten größeren Durchbruch in den USA erlebt. In Europa habe die Band zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig Fuß gefasst. Der Auftritt in Dortmund sei deshalb eine wichtige Chance gewesen, sich zu beweisen.

Heute, mehr als 40 Jahre später, genießt die Band ihr Dasein auf Tour laut Elliott sogar noch mehr als früher. Man müsse niemandem mehr etwas beweisen, gebe aber dennoch bei jedem Konzert alles. Trotz der Anspannung sei die Stimmung innerhalb der Gruppe gelassen. Die Musiker vertrauten einander völlig und funktionierten wie eine eingeschworene Gang. Für ihn sei das der beste Beruf der Welt – wobei es sich eher wie ein Hobby anfühle als wie Arbeit.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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