Deutscher Buchpreis: 20 Romane auf der Longlist
Für den Deutschen Buchpreis 2026 stehen 20 Romane auf der Longlist. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilte, wurden 17 der nominierten Autorinnen und Autoren erstmals für den Preis ausgewählt. Unter den Titeln befinden sich außerdem sechs Debüts. Wer den Preis gewinnt, wird am 5. Oktober in Frankfurt bekanntgegeben – wie üblich einen Tag vor dem Start der Frankfurter Buchmesse.
Jurysprecherin Cornelia Geißler von der „Berliner Zeitung“ sagte, viele der ausgewählten Bücher beschäftigten sich auf sehr unterschiedliche Weise mit der Vergangenheit, um die Gegenwart verständlicher zu machen. Die Romane seien stilistisch markant, innovativ und teils auch humorvoll. Zugleich erzählten sie von verletzlichen Figuren und von Aufbrüchen in mögliche andere Zukünfte. In einer Zeit wachsender Unsicherheit könne Literatur Orientierung geben.
Die Longlist in alphabetischer Reihenfolge
- Shida Bazyar: Die Lücken
- Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben
- Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter
- Muri Darida: King Cobra
- Alisha Gamisch: Parasiti
- Franziska Gänsler: Orca
- Tomer Gardi: Liefern
- Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle
- Elias Hirschl: Schleifen
- Svenja Leiber: Nelka
- Leh-Wei Liao: Glaszeit
- Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens
- Giuliano Musio: Aus anderem Holz
- Yade Yasemin Önder: Anti Müller
- Lukas Rietzschel: Sanditz
- Ingo Schulze: Das Wasser im August
- Heinz Strunk: Memories of Heidelberg
- Karosh Taha: Gulistan
- Lilli Tollkien: Mit beiden Händen den Himmel stützen
- Dana Vowinckel: Anton und Alma
Insgesamt sichtete die Jury 205 Titel, die zwischen Herbst 2025 und Anfang September 2026 erschienen sind oder noch erscheinen werden. Am 8. September wird die Auswahl auf sechs Bücher reduziert, die dann auf der Shortlist stehen.
Preisgeld von insgesamt 37.500 Euro
Der Deutsche Buchpreis zählt zu den bedeutendsten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Insgesamt ist er mit 37.500 Euro dotiert. Auf die Gewinnerin oder den Gewinner entfallen 25.000 Euro, die übrigen fünf Autorinnen und Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro.
Im vergangenen Jahr wurde Dorothee Elmiger für ihren Roman Die Holländerinnen ausgezeichnet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber