Hessen

Wegen Waldbrand: Jetzt Wasser sparen!

Waldbrand bei Rodenbach gebremst – doch jetzt sorgt ein dringender Aufruf wegen des enormen Wasserbedarfs für Aufsehen.

11.08.2026, 10:10 Uhr

Wasserspar-Appell nach Waldbrand bei Rodenbach bleibt bestehen

Wegen eines großen Waldbrands bei Rodenbach im südöstlichen Hessen und des weiterhin hohen Wasserbedarfs ruft ein Wasserversorger im Main-Kinzig-Kreis die Menschen in der Region zum sparsamen Umgang mit Wasser auf. Nach Angaben des Landkreises werden die Reserven für die Brandbekämpfung benötigt. Die Bevölkerung wird gebeten, möglichst auf Duschen, Baden, Gartenbewässerung und andere wasserintensive Tätigkeiten zu verzichten. Der Verbrauch soll auf das absolut Notwendigste reduziert werden. Betroffen sind vor allem Freigericht, Bruchköbel, Langenselbold und das Umland.

Die bereits am Montagabend veröffentlichte Warnung galt auch am Dienstag zunächst weiter. Als Gründe nannte ein Sprecher des Landkreises zum einen die große Ausdehnung des Feuers und den damit verbundenen hohen Wasserbedarf, zum anderen die ohnehin angespannte Versorgungslage nach wochenlanger Trockenheit in der Region. Zwar fließt inzwischen wieder mehr Wasser in die Hochbehälter, als entnommen wird, dennoch bleibt der Sparaufruf vorerst bestehen.

Brandstiftung als Ursache nicht ausgeschlossen

Der Großbrand nahe Rodenbach hatte auf einer Fläche von rund 55 Hektar Wald gewütet, ist inzwischen aber unter Kontrolle. Nach Angaben des Landkreises konzentriert sich die Feuerwehr nun auf das Ablöschen verbliebener Glutnester.

Am Montag waren an mehreren Stellen des betroffenen Waldgebiets Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Bei den Löscharbeiten kamen neben mehreren Hubschraubern auch ein Löschflugzeug zum Einsatz. Die Polizei schließt Brandstiftung als Ursache weiterhin nicht aus.

Weiterer Waldbrand im Rheingau-Taunus-Kreis

Auch im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis gab es einen Waldbrand. Zwischen Hohenstein-Breithardt, Born und Bad Schwalbach-Adolfseck standen rund 8.000 Quadratmeter Wald in Flammen. Nach Angaben des Brand- und Katastrophenschutzes handelte es sich um einen Großeinsatz, bei dem drei Feuerwehrleute leicht verletzt wurden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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