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Bohlen plant das große Modern-Talking-Comeback

Modern Talking vor Sensations-Comeback? Dieter Bohlen hat Thomas Anders kontaktiert – jetzt wartet er auf die Antwort.

17.07.2026, 09:09 Uhr

Thomas Anders weist Bohlens Vorstoß für Modern-Talking-Rückkehr zurück

Dieter Bohlen hat nach eigenen Angaben seinem früheren Modern-Talking-Partner Thomas Anders vorgeschlagen, noch einmal gemeinsam aktiv zu werden. Gegenüber der "Bild" sagte der 72-Jährige, es sei aus seiner Sicht unsinnig, wegen alter Differenzen nicht wenigstens darüber nachzudenken, den gemeinsamen Erfolg noch einmal aufleben zu lassen. Wörtlich bezeichnete er es als "Kinderkacke", nach so vielen Jahren an alten Streitpunkten festzuhalten.

Auf den Vorstoß reagierte Anders inzwischen jedoch eindeutig. In einem auf Instagram veröffentlichten Statement schrieb der 63-Jährige: "Ein gemeinsames Comeback steht für mich nicht zur Diskussion."

Bohlen und Anders zählten in den 1980er Jahren mit Modern Talking zu den erfolgreichsten Popduos. Songs wie You’re My Heart, You’re My Soul, Brother Louie und Cheri Cheri Lady machten sie international bekannt. 1987 kam es zur Trennung im Streit, später folgte zwischen 1998 und 2003 ein weiteres gemeinsames Kapitel. Seitdem galt das Verhältnis der beiden als belastet.

Wie Bohlen berichtet, sei das Interesse an Modern Talking weltweit weiterhin groß. Ein internationaler Konzertveranstalter habe ihm demnach zehn Auftritte angeboten. Außerdem gebe es Ideen für eine Dokumentation und ein Musical über das Duo. Bohlen betonte, Modern Talking bestehe nicht nur aus ihm allein, sondern aus beiden Künstlern – deshalb habe er Anders gefragt, ob sie noch einmal etwas zusammen machen wollten.

Besonders die Idee eines Musicals gefällt Bohlen nach eigener Aussage, und auch Anders könne sich dafür wohl erwärmen. Bei möglichen gemeinsamen Konzerten gebe es dagegen unterschiedliche Vorstellungen. Bohlen selbst würde solche Auftritte gern machen – als Geste an die Fans und im Hinblick auf die gemeinsame Geschichte.

Vor allem im Ausland, etwa in Südamerika oder Osteuropa, sieht Bohlen weiterhin großes Potenzial für Modern Talking. Aber auch in Deutschland traut er dem Duo noch einmal große Resonanz zu und hält sogar volle Stadien für möglich. Ein klassisches Comeback solle es jedoch nicht werden. Vielmehr stelle er sich ein letztes gemeinsames Aufflackern einer Band vor, die längst Popgeschichte geschrieben habe.

"Meine Hand ist ausgestreckt", sagte Bohlen. Die Entscheidung liege nun bei Thomas Anders. Dessen Antwort fiel nun allerdings ablehnend aus.

In seinem Statement betonte Anders zugleich, die Geschichte von Modern Talking sei bis heute einzigartig. Er sei stolz und dankbar für die großen Erfolge und die vielen Millionen Fans weltweit, die dem Duo über Jahrzehnte die Treue gehalten hätten. Nach seinen Angaben erreicht Modern Talking derzeit bis zu 450 Millionen Streams pro Jahr. Das zeige, dass die Musik noch immer Menschen auf der ganzen Welt begeistere.

Gleichzeitig erklärte Anders, er sei glücklich und stolz darauf, sich nach der Trennung eine eigene erfolgreiche Karriere aufgebaut zu haben. Darauf wolle er sich auch künftig konzentrieren. Sein Blick gehe nach vorn – unter anderem auf seine Deutschland-Tour im kommenden Jahr, bei der er nach eigenen Worten wie bei all seinen Konzerten auch die größten Modern-Talking-Hits feiern werde. Bohlen wünschte er für dessen künftige Projekte "alles Gute und viel Erfolg".

Allerdings wirft ein Blick auf das Modern-Talking-Jubiläum 2025 ein weiteres Licht auf den aktuellen Vorstoß. Nach Angaben von Anders hatte Bohlen eine Zusammenarbeit zum 40-jährigen Bestehen des Duos damals noch abgelehnt. Anders hatte die ersten sechs Modern-Talking-Alben neu aufgenommen und nach eigenen Worten über Bohlens Anwalt anfragen lassen, ob dieser sich an dem Projekt beteiligen wolle. Das habe Bohlen abgelehnt. Zugleich sagte Anders, er habe seit vielen Jahren nicht mehr direkt mit Bohlen gesprochen.

Erst im Februar hatte Anders in der Talkshow Kölner Treff erklärt, warum das Duo 2003 erneut auseinandergegangen sei. Demnach funktioniere es zwischen ihnen menschlich einfach nicht, weil sie zu unterschiedlich seien. Zusammengehalten habe sie vor allem der Erfolg. Im Studio aber, so Anders, hätten sie sich immer "fantastisch" verstanden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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