Bohlen bietet Thomas Anders neue Zusammenarbeit an
Dieter Bohlen hat nach eigenen Angaben seinem früheren Modern-Talking-Partner Thomas Anders vorgeschlagen, noch einmal gemeinsam aktiv zu werden. Gegenüber der "Bild" sagte der 72-Jährige, es sei aus seiner Sicht unsinnig, wegen alter Differenzen nicht wenigstens darüber nachzudenken, den gemeinsamen Erfolg noch einmal aufleben zu lassen.
Bohlen und Anders zählten in den 1980er Jahren mit Modern Talking zu den erfolgreichsten Popduos. Songs wie You’re My Heart, You’re My Soul, Brother Louie und Cheri Cheri Lady machten sie international bekannt. 1987 kam es zur Trennung im Streit, später folgte zwischen 1998 und 2003 ein weiteres gemeinsames Kapitel. Seitdem galt das Verhältnis der beiden als belastet.
Wie Bohlen berichtet, sei das Interesse an Modern Talking weltweit weiterhin groß. Ein internationaler Konzertveranstalter habe ihm demnach zehn Auftritte angeboten. Außerdem gebe es Ideen für eine Dokumentation und ein Musical über das Duo. Bohlen betonte, Modern Talking bestehe nicht nur aus ihm allein, sondern aus beiden Künstlern – deshalb habe er Anders gefragt, ob sie noch einmal etwas zusammen machen wollten.
Besonders die Idee eines Musicals gefällt Bohlen nach eigener Aussage, und auch Anders könne sich dafür wohl erwärmen. Bei möglichen gemeinsamen Konzerten gebe es dagegen noch unterschiedliche Vorstellungen. Bohlen selbst würde solche Auftritte gern machen – als Geste an die Fans und im Hinblick auf die gemeinsame Geschichte.

Vor allem im Ausland, etwa in Südamerika oder Osteuropa, sieht Bohlen weiterhin großes Potenzial für Modern Talking. Aber auch in Deutschland traut er dem Duo noch einmal große Resonanz zu. Ein klassisches Comeback solle es jedoch nicht werden. Vielmehr stelle er sich ein letztes gemeinsames Aufflackern einer Band vor, die längst Popgeschichte geschrieben habe.
Nun liege die Entscheidung bei Thomas Anders, sagte Bohlen. "Meine Hand ist ausgestreckt", erklärte er. Eine öffentliche Reaktion des in Koblenz lebenden Sängers, der seit Jahren solo unterwegs ist, gab es zunächst nicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber