US-Präsident Donald Trump hat nach eigener Aussage nicht mit FIFA-Präsident Gianni Infantino über die umstrittenen Investorenpläne des Weltfußballverbands gesprochen. Auf eine entsprechende Frage von Journalisten während einer Kabinettssitzung in Camp David erklärte Trump, es habe kein solches Gespräch gegeben. Weitere Angaben machte er nicht.
Die FIFA hatte die Pläne erst in dieser Woche präsentiert. Seitdem wächst der Widerstand deutlich. Die UEFA stellte sogar einen Boykott von FIFA-Wettbewerben durch ihre 55 Mitgliedsverbände in Aussicht. Auch die Concacaf, zuständig für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik, und der asiatische Verband AFC reagierten zurückhaltend. Zudem trat ein ranghoher Berater Infantinos zurück, während der FIFA-Betriebsdirektor betonte, das Vorhaben sei im Grunde das Projekt eines Einzelnen.
Verbindungen in die USA bei möglichem Investoreneinstieg
Nach Angaben der FIFA soll der mögliche Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte, etwa rund um die Weltmeisterschaft, Milliarden einbringen. Wie die britische Zeitung Times berichtet, führt Technologieinvestor Joshua Kushner Gespräche darüber, mit seinem Fonds Thrive Eternal eine führende Rolle bei dem Einstieg zu übernehmen. Kushners Bruder Jared ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet.
Ein Sprecher der FIFA bestätigte, dass Thrive voraussichtlich an der Spitze der geplanten Investorengruppe stehen soll. Außerdem arbeitet der Verband bei dem Vorhaben nach eigenen Angaben mit der Investmentbank JPMorgan zusammen. Ob sich für das Projekt unter den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden aktuell eine Mehrheit finden würde, bleibt allerdings unklar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber