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Wimbledon-Krimi: Zverev muss Dienstag nachsitzen

Kurios in Wimbledon: Zverev führt, doch plötzlich ist Schluss – was die Sperrstunde jetzt für sein Achtelfinale bedeutet.

07.07.2026, 00:00 Uhr

Alexander Zverev hat sich in Wimbledon eine glänzende Ausgangsposition für seinen möglichen ersten Viertelfinaleinzug erarbeitet, muss aber weiter warten. Das Achtelfinale des French-Open-Siegers gegen den Tschechen Jiri Lehecka wurde am späten Abend beim Stand von 6:4, 7:5, 3:3 wegen der geltenden Sperrstunde abgebrochen und wird am Dienstag fortgesetzt.

Bis zur Unterbrechung zeigte der deutsche Topspieler auf dem Centre Court eine souveräne und selbstbewusste Leistung. Zverev betrat den Platz allerdings erst um 20.41 Uhr Ortszeit, weil die vorherigen Begegnungen deutlich länger dauerten. Zuvor hatte der britische Wildcard-Spieler Arthur Fery sein Wimbledon-Märchen gegen Grigor Dimitrow über fast vier Stunden fortgesetzt.

Die Royal Box war zu Beginn deshalb fast leer. Tennis-Ikone Roger Federer saß dort zunächst beinahe als einziger prominenter Zuschauer in der ersten Reihe.

Bei geschlossenem Dach nutzte Zverev seine erste Breakchance im ersten Satz konsequent und nahm Lehecka zum 5:4 den Aufschlag ab. Kurz darauf holte er sich den Durchgang. Im zweiten Satz sah lange alles nach Tiebreak aus, ehe der Hamburger seinem Gegner auch zum 6:5 das Service abnahm und den Gewinn des Satzes lautstark bejubelte. Nach 97 Minuten führte Zverev mit 2:0 Sätzen, doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr aus, um die Partie vor 23.00 Uhr Ortszeit zu beenden. Bemerkenswert: In allen drei Sätzen musste Zverev bei eigenem Aufschlag Breakbälle abwehren, blieb dabei aber ohne Serviceverlust.

Anders als bei den übrigen Grand-Slam-Turnieren wird in Wimbledon nicht bis tief in die Nacht gespielt. Die Sperrstunde um 23.00 Uhr Ortszeit (24.00 Uhr MESZ) soll zum einen die Anwohner vor Lärm schützen. Zum anderen wollen die Organisatoren sicherstellen, dass die Zuschauer noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln abreisen können.

Struff strebt Sensation an

Am Dienstag steht zudem Jan-Lennard Struff vor dem bislang größten Grand-Slam-Match seiner Karriere. Der Sauerländer trifft im Viertelfinale ab 14.00 Uhr auf Prime Video auf den Weltranglistenersten und Titelverteidiger Jannik Sinner aus Italien.

Mögliches Viertelfinale gegen Fritz

Sollte Zverev das unterbrochene Match gewinnen, käme es im Viertelfinale am Mittwoch zum Duell mit Taylor Fritz. Der US-Amerikaner gilt als Angstgegner des Deutschen, der die vergangenen sieben Duelle verloren hat. Fritz setzte sich im Achtelfinale mit 7:6 (7:1), 6:4, 6:4 gegen den Kasachen Alexander Bublik durch.

Dass Zverev ausgerechnet bei seinem bislang schwierigsten Grand-Slam-Turnier noch nie im Viertelfinale stand, spielt im Team nach Angaben seines Bruders Mischa Zverev keine große Rolle. Dort gilt ein tiefer Lauf auf Rasen seit Längerem eher als Frage der Zeit.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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