Bill Peters nach schwerer Erkrankung optimistisch vor Rückkehr zu den Augsburger Panthern
Bill Peters sieht sich nach seiner schweren Immunerkrankung und der anschließenden Reha wieder bereit für seine Aufgabe bei den Augsburger Panthern. In einem Gespräch mit der "Augsburger Allgemeinen" sagte der kanadische Eishockey-Coach mit einem Lachen, er werde rechtzeitig fit sein – womöglich sogar besser in Form als mancher Spieler. Am liebsten würde er sofort wieder aufs Eis gehen.
Der 60-Jährige war am Guillain-Barré-Syndrom (GBS) erkrankt. Das hatte der DEL-Club im Juni bekannt gemacht. Seit Mitte Mai befand sich Peters in stationärer Behandlung. Bei GBS richtet sich das Immunsystem gegen das Nervensystem.
Diagnose nach erstem Schreckmoment
Wie Peters berichtete, wurde die Krankheit entdeckt, als er ursprünglich wegen eines anderen Arzttermins im Krankenhaus war. Weil er Schwierigkeiten beim Schlucken bekam, seinen linken Arm nur eingeschränkt bewegen konnte und später auch Probleme beim Sprechen hatte, wurde er umgehend in die Notaufnahme gebracht. In diesem Moment habe er erstmals echte Angst verspürt und sich gefragt, was gerade mit ihm geschehe.
Dass die Ärzte schnell reagierten, bezeichnete der frühere NHL-Trainer als großes Glück. Peters arbeitete in der Vergangenheit in der nordamerikanischen Profiliga und wurde 2016 mit der kanadischen Nationalmannschaft Weltmeister.
Tägliche Arbeit für das Comeback
Nun richtet sich sein Blick klar nach vorn. Auch wenn das Training in Augsburg erst im August wieder auf dem Eis möglich sein wird, arbeitet Peters nach eigenen Angaben jeden Tag intensiv an seiner Rückkehr. Zu Beginn der Erkrankung habe ihm jegliche Kraft gefehlt – selbst das feste Zudrehen einer Wasserflasche sei nicht möglich gewesen.
Krankheit hat ihn verändert
Peters sagte auch, die Erfahrung habe ihn zum Nachdenken gebracht. Er hoffe, aus dieser Zeit als besserer Mensch hervorzugehen – geduldiger und verständnisvoller. Außerdem wolle er Dinge künftig nicht mehr aufschieben.
Eine Konsequenz aus seiner Reha in Burgau steht für ihn ebenfalls fest: Pudding will er nie wieder essen. Während seines mehrwöchigen Aufenthalts im Therapiezentrum habe es dreimal täglich Pudding gegeben – das reiche ihm endgültig, so Peters.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber