Olympia

Olympia-Bewerbung: Jetzt spricht die Kommission

Showdown um Olympia: Nächste Woche fällt die Deutschland-Entscheidung – doch ein brisanter Termin könnte vorher alles prägen.

16.09.2026, 13:31 Uhr

Die Evaluierungskommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) will nach ihrer abschließenden Sitzung am kommenden Dienstag eine detaillierte Stellungnahme zur Auswahl des deutschen Olympia-Kandidaten vorlegen. Das teilte der DOSB gut eine Woche vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September in Baden-Baden mit.

Entscheidung zwischen drei Kandidaturen

Bei der Versammlung stimmen die Delegierten darüber ab, mit welcher Bewerbung Deutschland ins Rennen um Olympische Spiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 gehen soll. Zur Wahl stehen München, Berlin sowie die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Zentrum.

Die Kommission wurde im Februar eingerichtet und umfasst neun Mitglieder. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Ergebnis der Evaluierung zu bestätigen und zu kontrollieren, ob die festgelegten Kriterien eingehalten wurden und transparent nachvollziehbar sind. Das Gremium kann zudem eine Empfehlung abgeben, ist dazu aber nicht verpflichtet. Für die Mitgliederversammlung hätte eine solche Empfehlung ohnehin keine bindende Wirkung.

Wer in der Kommission sitzt

Stimmberechtigt sind neben DOSB-Präsident Thomas Weikert und Vorstandschef Otto Fricke auch Babette Kibele aus dem Sportministerium, Bundestagsvizepräsidentin Josefine Ortleb (SPD) sowie die Verbandspräsidenten Ingo Weiss (Basketball) und Mona Küppers (Segeln).

Kein Stimmrecht haben Kim Bui, Idriss Gonschinska und Jürgen Scholz. Bui gehört dem Gremium als Athletenvertreterin im IOC an, Scholz vertritt die Landessportverbände, Gonschinska den Deutschen Behindertensportverband (DBS).

Deutscher Olympischer Sportbund
Der DOSB entscheidet in der kommenden Woche über den deutschen Bewerber. (Archivbild) Quelle: Laszlo Pinter/dpa

Bürgerentscheide fließen in die Bewertung ein

Für die Beurteilung der Bewerber nutzt der DOSB eine Matrix, in die auch die Resultate von Bürgerentscheiden einbezogen werden. In München votierten 66,4 Prozent für eine Bewerbung – laut DOSB das weltweit erste erfolgreiche Referendum zu Sommerspielen.

Auch in Nordrhein-Westfalen fiel die Zustimmung zur Bewerbung „KölnRheinRuhr“ deutlich aus: In den beteiligten Gastgeber-Kommunen stimmten rund 66 Prozent dafür. Anders war die Lage in Hamburg, wo sich bei einem früheren Votum mehr Menschen gegen eine Olympia-Bewerbung aussprachen als dafür.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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