Der FC Bayern und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder haben bei einem Empfang in der Staatskanzlei gemeinsam für Olympische Spiele in München geworben. Bayern-Präsident Herbert Hainer betonte, die Stadt solle sich nicht nur als Weltstadt mit Herz präsentieren, sondern auch als internationale Sportmetropole mit besonderer Ausstrahlung.
Hainer will Münchens Bewerbung stärken
Nach Ansicht Hainers sorgen die jüngsten Zuschläge für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2031 und das Champions-League-Finale 2028 für zusätzlichen Schwung. Gemeinsam mit Söder wolle er in der kommenden Woche nach Baden-Baden reisen, um die Olympiabewerbung Münchens weiter voranzubringen. Olympische und Paralympische Spiele könnten, so Hainer, einer gesamten Gesellschaft neue Energie verleihen.
Am 26. September entscheiden die Delegierten darüber, mit welchem Kandidaten Deutschland in den Wettbewerb um Olympische Spiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 geht. Zur Auswahl stehen München, Berlin sowie die Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum.
Söder lobt den Einsatz des FC Bayern
Söder verwies darauf, dass sich München bei der Vergabe großer Sportveranstaltungen bereits gegen namhafte Konkurrenz behauptet habe, etwa bei der Leichtathletik-WM. Mit Blick auf eine mögliche Olympiabewerbung dankte der CSU-Chef dem FC Bayern ausdrücklich für dessen Unterstützung und Engagement.
Der Empfang in der Bayerischen Staatskanzlei stand im Zeichen der sportlichen Erfolge des Vereins. Sowohl die Männer als auch die Frauen des FC Bayern holten in der Saison 2025/26 das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. In der Champions League war für beide Mannschaften jeweils im Halbfinale Endstation. Für den Club war es dennoch das erste doppelte Double der Vereinsgeschichte.

Söder spricht von „FC Feelgood“
Mit Blick auf das Champions-League-Finale in München sagte Söder scherzhaft, der FC Bayern habe nun fast die Verpflichtung, die Titel 2027 und 2028 zu gewinnen — ohne dabei Druck aufbauen zu wollen. Zugleich lobte er das aktuelle Erscheinungsbild des Rekordmeisters: Aus dem einstigen „FC Hollywood“ sei inzwischen ein „FC Feelgood“ geworden, bei dem derzeit vieles zusammenpasse.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber