Lustrinelli wirbt nach Fehlstart um Geduld
Nach dem missglückten Auftakt in die Bundesliga-Saison hat Union-Trainer Mauro Lustrinelli das Umfeld des Vereins zur Ruhe aufgerufen. Der 50-Jährige verglich die Entwicklung seiner Mannschaft mit einem Kleinkind, das gerade erst das Fahrradfahren lernt: hinfallen, wieder aufstehen und weitermachen.
Nach seinen Worten brauche es im Verein die Widerstandskraft eines Zweijährigen, der bei den ersten Versuchen stürzt, sich weh tut und vielleicht sogar blutet. Rückschläge seien dabei möglich. Entscheidend sei jedoch, den Glauben nicht zu verlieren, widerstandsfähig zu bleiben und den eingeschlagenen Weg mit voller Überzeugung weiterzugehen.
Schwere Aufgabe gegen den FC Bayern
Mit diesen Worten bereitete Lustrinelli auf die nächste große Herausforderung vor. Vor dem Freitagsspiel gegen den FC Bayern (20.30 Uhr/Sky) erklärte er, dass sein Team die offensive Ausrichtung nach der Umstellung auf eine Viererkette noch nicht vollständig verinnerlicht habe. Dadurch fehle aktuell die nötige Leichtigkeit im Spiel.
Probleme in allen Mannschaftsteilen
Nach drei Spieltagen steht Union mit nur einem Punkt auf Rang 16 und damit auf dem Relegationsplatz. Besonders besorgniserregend ist, dass nicht nur die Offensive wie gewohnt harmlos wirkt, sondern inzwischen auch die Abwehr erhebliche Schwächen zeigt. Zehn Gegentore bedeuten derzeit den drittschlechtesten Wert der Liga.
Die Aufgabe in München wird zusätzlich erschwert, weil die Bayern für die Köpenicker bislang ein kaum bezwingbarer Gegner sind. In 14 Bundesliga-Partien gegen den Rekordmeister blieb Union ohne Sieg. Neun Begegnungen gewann Bayern, fünf endeten unentschieden. Auch im DFB-Pokal-Achtelfinale der vergangenen Spielzeit setzte sich München mit 3:2 durch.
Juranovic fällt aus
Personell muss Union neben den Langzeitverletzten um Oliver Burke und Marvin Friedrich nun auch auf Rechtsverteidiger Josip Juranovic verzichten. Für ihn könnte Kapitän Christopher Trimmel erstmals in dieser Bundesliga-Saison von Beginn an auflaufen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber