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Nur 77 Zentimeter! Gasly holt Monaco-Podest zurück

Monaco-Chaos um Gasly: Erst verliert er P3 wegen Boxen-Tempo, jetzt kämpft Alpine um die überraschende Wende.

12.06.2026, 14:02 Uhr

Pierre Gasly darf sich doch wieder über Rang drei beim Großen Preis von Monaco freuen. Nach einem erfolgreichen Einspruch seines Teams Alpine wurden zwei gegen ihn verhängte Fünf-Sekunden-Strafen annulliert. Die Sanktionen wegen angeblich zu schnellen Fahrens in der Boxengasse beruhten auf einer fehlerhaften Berechnung von lediglich 77 Zentimetern. Damit verliert Isack Hadjar von Red Bull, der nachträglich auf Platz drei vorgerückt war, seinen Podestplatz wieder.

Am vergangenen Sonntag hatte es in Monaco mehrere Strafen wegen Überschreitens des Tempolimits in der Boxengasse gegeben. Auch Gasly wurde vorgeworfen, schneller als die erlaubten 60 km/h unterwegs gewesen zu sein. Anders als andere Fahrer hatte der Franzose die spät ausgesprochene Strafe jedoch nicht während des Rennens verbüßt. Nach Alpines sofortigem Protest gegen seine Rückversetzung auf Platz sieben wurde der Fall deshalb noch einmal untersucht.

Alpine weist Messfehler nach

Vor dem Grand Prix von Barcelona-Katalonien legte Alpine Belege dafür vor, dass Gasly das Limit tatsächlich eingehalten hatte. Hintergrund war eine zu lang angesetzte offizielle Messzone in der Boxengasse. Wegen veränderter Streckenbegrenzungen hatte die FIA den Abschnitt um 77 Zentimeter falsch berechnet. Unter Berücksichtigung der korrekten Distanz lag Gasly in beiden strittigen Situationen mit 58,7 km/h und 58,8 km/h innerhalb der erlaubten Werte.

Damit ist der dritte Platz offiziell wiederhergestellt, und der 30-Jährige kann sich über das sechste Podium seiner Formel-1-Karriere freuen.

Entscheidung womöglich noch nicht endgültig

Ganz abgeschlossen ist der Fall aber möglicherweise noch nicht. Medienberichten zufolge behalten sich McLaren und Red Bull weitere Schritte gegen die Entscheidung zugunsten von Alpine vor. Durch die neue Wertung fiel Hadjar wieder auf Rang vier zurück, McLarens Oscar Piastri wurde nur noch als Fünfter geführt. Den betroffenen Rennställen bleiben nun 96 Stunden, um die Entscheidung prüfen zu lassen und gegebenenfalls anzufechten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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